Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Konjunkturelle Talsohle durchschritten


Die Weltwirtschaft steht weiter im Zeichen der Konjunkturkrise. Allerdings scheint das Schlimmste überstanden zu sein. Zur Jahresmitte setzte ein leichter Aufschwung ein. Nach unseren Schätzungen ist die reale Wirtschaftsleistung der OECD-Staaten im dritten gegenüber dem zweiten Quartal 2009 um 0,4 % gestiegen. Auch im Euro-Raum konnte das konjunkturelle Tal durchschritten werden. Hier wird für das dritte Quartal ein Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % geschätzt. Vergleicht man das BIP der ersten neun Monate 2009 mit dem entsprechenden Vorjahreswert, ergibt sich für den Euro-Raum ein Rückgang um 4,6 %. Deutschland ist wegen der hohen Bedeutung der Exporte und der heimischen Ausrüstungsinvestitionen besonders stark von der Rezession betroffen. Die Wirtschaftsleistung lag hier um geschätzte 6 % unter dem Niveau der ersten neun Monate 2008. Im dritten Quartal mehrten sich allerdings wieder die positiven Konjunktursignale. Der ifo-Geschäftsklima-Index für das verarbeitende Gewerbe hat sich seit Juni kontinuierlich verbessert, und die vorhandenen Maschinenparks werden wieder etwas stärker ausgelastet. In Großbritannien hat sich der Rückgang des privaten Konsums verlangsamt. Die Industrieproduktion zeigte im dritten Quartal leichte Erholungstendenzen. Im neunmonatigen Berichtszeitraum lag das britische BIP um etwa 5 % unter dem Vorjahreswert. In unseren zentralosteuropäischen Märkten hat sich die Industrieproduktion zuletzt stabilisiert, in Polen ist sie gestiegen. Die polnische Wirtschaftsleistung dürfte im Berichtszeitraum aufgrund der robusten Binnenkonjunktur etwas höher gewesen sein als 2008. Tschechien und Ungarn sind stärker von Exporten abhängig. Von der Binnennachfrage gingen dort weniger Impulse aus. Nach unseren Schätzungen für die ersten neun Monate 2009 verringerte sich das tschechische BIP um 5 % und das ungarische um 7 %.