Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum


RWE schließt Übernahme von Essent ab

Am 30. September 2009 hat RWE den Erwerb des niederländischen Energieversorgers Essent N.V. abgeschlossen. Wir haben 100 % an dem Unternehmen mit Sitz in Arnheim übernommen. Essents 50-%-Anteil an dem Joint Venture EPZ, dem Betreiber des Kernkraftwerks Borssele, ist derzeit nicht Teil der Transaktion und verbleibt vorerst bei den früheren Anteilseignern von Essent. Hier steht noch eine gerichtliche Klärung aus. Auch die Umweltsparte und das Verteilnetzgeschäft von Essent hat RWE nicht übernommen. Die Europäische Kommission hatte die Akquisition am 23. Juni 2009 unter der Bedingung genehmigt, dass die 51 %-Beteiligung von Essent an den Stadtwerken Bremen (swb) veräußert wird. Dies ist am 21. Oktober erfolgt. Erwerber war die Freie Hansestadt Bremen, die die Beteiligung an den Oldenburger Energieversorger EWE AG weiterveräußert hat. Unter Berücksichtigung des Verkaufs des swb-Anteils und der Ausgliederung des EPZ-Anteils sowie weiterer Anpassungen beläuft sich der Transaktionswert für Essent auf rund 7,3 Mrd. €. Durch die Akquisition steigt RWE zu einem der führenden Energieversorger in der Benelux-Region auf. Essent wird fortan von einem vierköpfigen Vorstand geleitet, an dessen Spitze der Niederländer Peter Terium (46) steht. Terium war zuvor u.a. Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Supply & Trading.

RWE veräußert weitere Anteile an American Water

RWE hat die Beteiligung an American Water weiter zurückgeführt. Über ein Bankenkonsortium wurden im August 40,25 Millionen Aktien zum Stückpreis von 19,25 US$ am Markt platziert. Dadurch floss uns ein Netto-Erlös von rund 750 Mio. US$ (525 Mio. €) zu. Unsere Beteiligung an American Water beträgt aktuell 23,5 %. Wir hatten den amerikanischen Wasserversorger im April 2008 an die Börse gebracht und im Juni 2009 unseren Anteil durch weitere Aktienplatzierungen auf 46,6 % gesenkt. Dementsprechend wurde das Unternehmen entkonsolidiert. Die Nettoschulden von American Water, die zum 31. Dezember 2008 bei 4.240 Mio. € lagen, werden in unserer Bilanz nicht mehr ausgewiesen.

RWE bündelt Neubau von Kraftwerken in RWE Technology GmbH

Künftig organisieren wir den Neubau von Kraftwerken im RWE-Konzern länderübergreifend: Ein neues Konzernunternehmen mit dem Namen RWE Technology GmbH soll unsere Expertise bündeln und damit Synergien bei der Umsetzung von Kraftwerksprojekten nutzen. Am 1. Januar 2010 wird es an den Start gehen. Vorsitzender der Geschäftsführung wird Matthias Hartung, der zurzeit Mitglied des Vorstands der RWE Power ist. RWE baut derzeit sechs große Kraftwerke in Deutschland, den Niederlanden und in Großbritannien. Weitere Anlagen sind geplant.

RWE rückt in den Dow Jones STOXX 50-Index auf

RWE ist zum 21. September in den renommierten Aktienindex Dow Jones STOXX 50 aufgenommen worden. Dieser enthält die 50 europäischen Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung im Streubesitz. Die Aufnahme von RWE ist deshalb von großer Bedeutung, weil Fonds, die sich am STOXX 50 orientieren, nun auch RWE-Aktien enthalten. Die Zusammensetzung des Dow Jones Stoxx 50 wird einmal jährlich überprüft und angepasst.

RWE qualifiziert sich erneut für zwei renommierte Nachhaltigkeitsindizes

RWE ist zum dritten Mal nach 2006 und 2008 in den Klimaschutz-Index des Carbon Disclosure Project (CDP) aufgenommen worden. Dies hat die Investorengruppe des CDP im September bekannt gegeben. Damit werden wir für unsere umfassende Berichterstattung über unsere CO2-Emissionen und unsere Klimaschutzstrategie ausgezeichnet. Im CDP haben sich große institutionelle Anleger zusammengeschlossen, um CO2-Emissionen und Klimavorsorge-Strategien der Unternehmen für den Finanzmarkt transparent zu machen. RWE wird darüber hinaus für ein weiteres Jahr in der Indexfamilie Dow Jones Sustainability (DJSI) vertreten sein. Die Dow Jones Sustainability Indizes werden von SAM Sustainable Asset Management in Kooperation mit Dow Jones Indizes ermittelt und veröffentlicht. Sie gelten als die weltweit wichtigste Indexgruppe für nachhaltige Unternehmensführung.