Angaben zur Bilanz


Eigenkapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. April 2008 wurde der Vorstand der RWE AG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 16. April 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 287.951.360,00 € durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2009 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 21. Oktober 2010 Aktien der Gesellschaft, gleich welcher Gattung, im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb eigener Aktien darf auch unter Einsatz von Put- oder Call-Optionen durchgeführt werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen oder – unter bestimmten Bedingungen und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre – an Dritte zu veräußern.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2009 wurde der Vorstand ferner bis zum 21. April 2014 zur Ausgabe von Options- oder Wandelanleihen ermächtigt. Der Gesamtnennwert der Anleihen ist auf 6.000 Mio. € begrenzt. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden. Zur Bedienung der Anleihen hat die Hauptversammlung die Schaffung eines bedingten Kapitals in Höhe von 144 Mio. €, eingeteilt in 56 Mio. Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien, beschlossen.

Die RWE AG hat vom 2. Februar bis zum 16. Februar 2009 rund 2,9 Millionen Stammaktien der RWE AG im Gegenwert von 177 Mio. € erworben. Die Aktien wurden zur Erfüllung des am 22. Dezember 2008 geschlossenen Vergleichs im Spruchverfahren aus Anlass der Fusion von RWE und VEW an ehemalige VEW-Aktionäre übertragen. Im gleichen Zeitraum hat die RWE AG rund 2,9 Millionen in ihrem Bestand vorhandene eigene Stammaktien im Gegenwert von 176 Mio. € veräußert.

Zum 30. September 2009 wurden Anschaffungskosten eigener Anteile der RWE AG in Höhe von 2.272 Mio. € (28.846.473 Stammaktien) vom Buchwert des Eigenkapitals abgesetzt. Das auf sie entfallende Grundkapital beträgt 73.846.970,88 € (5,13 % des gezeichneten Kapitals).

In den ersten drei Quartalen 2009 haben darüber hinaus Unternehmen der RWE AG 7.200 Stammaktien zum durchschnittlichen Anschaffungspreis von 57,79 € je Aktie am Kapitalmarkt erworben, um sie an Mitarbeiter der RWE AG und von Tochterunternehmen auszugeben. Das anteilige Grundkapital beträgt 18.432 € (0,013 ‰ des gezeichneten Kapitals). Im Rahmen der Vermögensbildung wurden davon insgesamt 15 Stammaktien zum durchschnittlichen Kurs von 57,27 € je Stückaktie sowie anlässlich von Dienstjubiläen 7.185 Stammaktien zum durchschnittlichen Kurs von 37,34 € an Mitarbeiter ausgegeben. Der Erlös der Aktienausgaben belief sich auf insgesamt 269.146,95 €. Die jeweiligen Kaufpreisvergünstigungen für Mitarbeiter wurden als aktienbasierte Entlohnungen aufwandswirksam mit ihrem Fair Value bei Begebung erfasst.

Finanzverbindlichkeiten

In den ersten drei Quartalen 2009 wurden Euro-Anleihen im Nominalvolumen von 4.500 Mio. € mit Laufzeiten zwischen 2,25 und 12,5 Jahren (Nominalverzinsung: 2,5 bis 6,5 %) emittiert. Darüber hinaus wurden GBP-Anleihen im Nominalvolumen von 1.500 Mio. GBP mit Laufzeiten zwischen 13 und 30 Jahren (Nominalverzinsung: 5,5 bis 6,125 %) emittiert.

Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten 1.292 Mio. € (31.12.2008: 1.294 Mio. €) kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus gewährten Andienungsrechten (Put-Optionen) von Minderheitenanteilen, die gemäß IAS 32 anzusetzen waren.