Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Konjunktureller Abschwung setzt sich fort


Im ersten Quartal 2009 beschleunigte sich die weltweite konjunkturelle Talfahrt. Die Wirtschaftsleistung der meisten Industriestaaten ist geschrumpft. Im Euro-Raum lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach vorliegenden Schätzungen um 3,8 % unter dem Niveau des ersten Vorjahresquartals. Für Deutschland zeichnet sich ein noch stärkerer Rückgang von 5,1 % ab, der mit einer stark verringerten Kapazitätsauslastung in der Industrie einhergeht. Besonders die wegbrechende Nachfrage aus dem Ausland macht der deutschen Wirtschaft zu schaffen. In Großbritannien haben sich die verfügbaren Einkommen wegen der Konjunktur- und Immobilienkrise nur noch schwach entwickelt. Deshalb kann der private Konsum die britische Wirtschaft nicht länger stützen. Rückläufige Investitionen und Ausfuhren führten dazu, dass das BIP um geschätzte 4,0 % sank. In Zentralosteuropa sind Länder mit hoher Exportabhängigkeit (Tschechien) oder hohen privaten Beständen an Fremdwährungskrediten (Ungarn) am stärksten von der Krise erfasst worden. Kapitalabflüsse haben ihre Währungen unter Druck gesetzt. Die polnische Wirtschaft zeigte sich dagegen aufgrund der geringeren Bedeutung von Warenausfuhren vergleichsweise krisenresistent. Die Slowakei profitierte von der Aufnahme in den Euro-Währungsraum, die das Land vor Währungsturbulenzen schützte.