Verlauf   
Performance der RWE-Aktien im Vergleich zu den Indizes DAX 30 und Dow Jones STOXX Utilities (Liniendiagramm)

Die US-Hypothekenkrise hat sich seit Sommer 2007 zu einer internationalen Finanzkrise ausgeweitet. Hohe Abschreibungen, Gerüchte um die Zahlungsunfähigkeit einzelner Banken und die Notwendigkeit von Rettungsaktionen für einzelne Kreditinstitute erschütterten das Vertrauen in den Finanzsektor. Dies und weiter steigende Rohstoffpreise nährten die Angst vor einer weltweiten Rezession. Ende Januar 2008 kam es an den Börsen zu teilweise panikartigen Verkäufen. Der deutsche Leitindex büßte an einem einzigen Tag (21. Januar) über 7% ein. Trotz Leitzinssenkungen durch die US-Notenbank blieb die Stimmung an den Finanzmärkten im gesamten ersten Quartal angespannt. Ende März 2008 notierte der DAX 30 mit 6.535 Punkten. Gegenüber dem Schlusskurs 2007 entspricht das einem Rückgang um 19%. Der Index der wichtigsten Titel im Euroraum, Dow Jones Euro STOXX 50, gab im gleichen Zeitraum um 17% nach. Inzwischen hat sich die Lage an den Aktienmärkten beruhigt, u.a. wegen Stützungsmaßnahmen der Notenbanken. Der DAX 30 machte im April wieder etwas Boden gut. Zum Monatsende schloss er mit 6.949 Punkten.

Die RWE-Aktien starteten gut ins Jahr, gerieten dann aber in den Sog der Börsenschwäche. Am 7. Januar überschritten die Stämme erstmals die 100-Euro-Marke (100,64 €). Mit der Zuspitzung der Finanzkrise gaben sie deutlich nach. Ihr Schlusskurs zum 31. März betrug 77,86 €. Für die ersten drei Monate 2008 ergibt sich daraus – wie beim DAX 30 – ein Minus von 19%. Die RWE-Vorzüge fielen um 28% auf 60,09 €. Insgesamt schnitten die RWE-Aktien damit etwas schwächer ab als der europäische Branchenindex Dow Jones STOXX Utilities (-17%). Dies ist u.a. darauf zurückzuführen, dass unsere auf der Analystenkonferenz am 22. Februar gegebene Ergebnisprognose für 2008 hinter den Erwartungen vieler Analysten zurückblieb. Die Börsen reagierten darauf mit deutlichen Kursabschlägen. Unsere Aussagen über die künftige Strategie des RWE-Konzerns stießen dagegen auf positive Resonanz. Auch das zuletzt hohe Strompreisniveau am deutschen und am britischen Großhandelsmarkt wirkte kursstützend.


 

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