Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz


Unsere Mitarbeiter sollen so gesund nach Hause kommen, wie sie zur Arbeit gegangen sind. Mit diesem Anspruch arbeiten wir an einer kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes im RWE-Konzern. Auf dem Weg zu „null Unfällen“ wollen wir bis 2012 ein wichtiges Etappenziel erreichen: Die Zahl der Arbeitsunfälle je eine Million geleistete Arbeitsstunden soll auf unter 3,0 sinken. Im Geschäftsjahr 2008 lag sie bei 5,3 und war damit im siebten Jahr in Folge rückläufig. Erfasst sind hier sämtliche Unfälle, die sich bei der Ausführung der Arbeit oder auf Dienstreisen ereigneten und die zu einer Ausfallzeit von mehr als einem Tag geführt haben. Der deutliche Abwärtstrend spricht für eine immer ausgeprägtere Sicherheitskultur bei RWE. Um hier noch weiter voranzukommen, haben wir Anfang 2008 die konzernweite Initiative „Sicher voRWEg“ gestartet. Sie hat das Ziel, die Arbeits- und Gesundheitsschutz-Kultur weiterzuentwickeln und konzernweit zu verbreiten. „Sicher voRWEg“ begann mit einer Unterweisung für alle leitenden Angestellten. Durch sie soll die RWE-einheitliche Arbeits- und Gesundheitsschutz-Philosophie in die Teams transportiert werden und in die tägliche Routine einfließen. „Sicher voRWEg“ gilt ohne Abstriche auch für Arbeitskräfte, die im Auftrag von Fremdfirmen für RWE tätig sind. So hat beispielsweise RWE Power einen Sicherheitspass für alle Fremdfirmenmitarbeiter eingeführt: Wenn externe Kräfte RWE-Standorte betreten, müssen sie nachweisen, dass sie mit unseren Sicherheitsbestimmungen vertraut sind. Trotz all dieser Bemühungen sind 2008 zwölf Menschen bei Arbeitsunfällen auf RWE-Gelände ums Leben gekommen, davon acht Mitarbeiter von Fremdfirmen. Wir trauern um die Verstorbenen und nehmen die Unglücksfälle zum Anlass, weitere präventive Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

Prävention ist auch unser zentrales Anliegen beim Gesundheitsmanagement – und dabei geht es uns um mehr als die gesetzlich vorgeschriebene medizinische Betreuung. Wir wollen unsere Mitarbeiter zu einem gesundheitsgerechten Verhalten anleiten. Mit diesem Ziel haben wir 2008 zwei Kampagnen zum vorbeugenden Hautschutz und zur Früherkennung von Darmkrebs umgesetzt. Außerdem haben wir mit unserer Seminarreihe „Gesundheit als Führungsaufgabe/Gesundes Führen“ gezielt leitende Angestellte, und damit Multiplikatoren, für gesundheitsbewusstes Handeln sensibilisiert. Um Verspannungen, Rückenleiden und Fehlhaltungen – den häufigsten Beschwerden bei der Büroarbeit – vorzubeugen, bieten wir unseren Beschäftigten spezielle Rückenschulungen an und geben Tipps für die richtige Körperhaltung am Schreibtisch. Auch mit Programmen wie „In Zukunft rauchfrei“ oder „Prima Klima“ gegen vermeidbaren Stress am Arbeitsplatz weisen wir unseren Beschäftigten den Weg in ein gesünderes Leben.

Entwicklung der Arbeits- und Dienstwegeunfälle1

2008

2007

2006

2005

1

Anzahl der Arbeitsunfälle je eine Million geleistete Arbeitsstunden, die zu einer Ausfallzeit von mehr als einem Tag geführt haben

2

Inkl. RWE Service und RWE IT ab 2008

RWE Power

7,3

8,8

9,3

10,9

RWE Dea

0,5

1,1

2,5

4,3

RWE Supply & Trading

0,9

0,0

0,0

0,0

RWE Energy

6,2

6,8

9,3

13,3

RWE npower

4,2

2,1

1,6

2,4

RWE Innogy

7,5

RWE AG2

2,6

3,2

0,0

0,0

RWE-Konzern

5,3

6,1

7,7

10,3