RWE leitet Erwerb des niederländischen Energieversorgers Essent ein.
RWE hat sich am 12. Januar 2009 mit dem führenden niederländischen Energieversorger Essent auf ein Übernahmeangebot geeinigt. Dabei verständigten wir uns auf die Konditionen eines verbindlichen Barangebots von RWE an die Anteilseigner von Essent für den Erwerb sämtlicher Anteile an dem in Arnheim ansässigen Unternehmen. Die Strom- und Gasverteilnetze sowie das Entsorgungsgeschäft von Essent werden wir nicht übernehmen. Einschließlich der Nettoverbindlichkeiten von Essent beläuft sich das Transaktionsvolumen auf 9,3 Mrd. €. Essent verfügt in den Niederlanden über eine Kraftwerksleistung von 4,7 GW, davon 0,1 GW Windenergieanlagen, und versorgt 3,9 Millionen Kunden mit Strom oder Gas. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen Kraftwerke mit einer Kapazität von 1,4 GW in Deutschland, davon 0,4 GW Windkraft, und 0,1 GW in Belgien. Nach vorläufigen Berechnungen erzielte es 2008 ohne das Netz- und Entsorgungsgeschäft einen Umsatz von rund 6,6 Mrd. €. Für diesen Zeitraum wird das EBITDA Glossar dieser Aktivitäten – einschließlich Minderheitsbeteiligungen – auf rund 880 Mio. € veranschlagt. Wir erwarten Synergien, die ab 2014 eine Größenordnung von 100 Mio. € pro Jahr erreichen. Zur Finanzierung der Transaktion haben wir uns von einem Bankenkonsortium eine Kreditlinie von 9 Mrd. € einräumen lassen. Unser Kaufangebot steht unter dem Vorbehalt, dass uns mindestens 80 % des ausstehenden Grundkapitals von Essent angedient werden. Der Erwerb bedarf der kartellrechtlichen Freigabe durch die EU-Kommission. Wir erwarten, ihn im dritten Quartal 2009 abschließen zu können.
Joint Venture zum Bau von Kernkraftwerken in Großbritannien.
RWE und E.ON haben im Januar ein Joint Venture für den Bau von Kernkraftwerken in Großbritannien gegründet. Ziel des Gemeinschaftsunternehmens, an dem beide Gesellschaften jeweils 50 % halten, ist der Erwerb der Standorte Bradwell, Oldbury und Wylfa, die derzeit von der „Nuclear Decommissioning Authority“ (NDA), der staatlichen Behörde für die Stilllegung von Kernkraftwerken, zum Verkauf gestellt werden. Das Joint Venture soll Kernkraftwerksprojekte entwickeln und für den Bau und Betrieb der Anlagen zuständig sein. Gemeinsam mit E.ON streben wir mindestens 6 GW Kernkraftwerkskapazität in Großbritannien an. Die Höhe der Investitionen hängt u.a. davon ab, wie viele Standorte wir im NDA-Verkaufsprozess erhalten.
Ausbau der Position in Luxemburg.
RWE beteiligt sich am integrierten nationalen Strom- und Gasunternehmen, das der Staat Luxemburg derzeit aufbaut. Dies wurde Ende Januar vertraglich vereinbart. RWE Energy wird ihren Anteil am Luxemburger Stromversorger Cegedel in die neue Gesellschaft einbringen und künftig 19,8 % an ihr halten. Unter dem Dach des neuen Versorgers werden die Aktivitäten von Cegedel, Soteg und Saar Ferngas zusammengeführt. Bisher hielt RWE Energy gemeinsam mit der Beteiligungsgesellschaft Luxempart 30 % an Cegedel. Den Anteil von Luxempart haben wir inzwischen übernommen. Der Kaufpreis betrug 186 Mio. €.
Stärkere organisatorische Unabhängigkeit des Stromtransportnetzes.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 ordnen wir die RWE Transportnetz Strom GmbH – bislang Tochtergesellschaft der RWE Energy – direkt der RWE AG zu. Die Umgliederung soll in der ersten Jahreshälfte erfolgen. Sie ist ein Schritt zur Vorbereitung auf das „Dritte Liberalisierungspaket“ der europäischen Energieminister, das u.a. darauf abzielt, die Autonomie von Übertragungs- und Fernleitungsnetzbetreibern innerhalb integrierter Energieunternehmen zu stärken.
Britischer Energieminister gibt grünes Licht für Gaskraftwerk in Pembroke.
Anfang Februar hat uns der britische Energieminister die letzte erforderliche Genehmigung für den Bau des Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerks in Pembroke (Wales) erteilt. Die Anlage wird aus fünf Blöcken bestehen und über eine Gesamtleistung von 2 GW verfügen. Ihr Standort liegt in der Nähe von LNG Glossar-Terminals und bietet die Möglichkeit der direkten Seewasserkühlung. Wir wollen im Frühjahr mit den Bauarbeiten beginnen. Das Kraftwerk wird bei planmäßigem Projektfortschritt 2012 in Betrieb gehen und einen Wirkungsgrad Glossar von 59 % erreichen. Wir veranschlagen das Investitionsvolumen auf 1,2 Mrd. €.