Stark erhöhte Sachanlageinvestitionen.
Die Sachanlageinvestitionen werden wir 2009 deutlich aufstocken. Den stärksten Zuwachs planen wir bei RWE Power. Nachdem wir 2008 mit dem Bau des Steinkohle-Doppelblocks in Hamm begonnen haben, wollen wir in diesem Jahr den Startschuss für die Errichtung eines weiteren Kraftwerks dieses Typs im niederländischen Eemshaven geben. Die Arbeiten am Gaskraftwerk in Lingen und am Braunkohle-Doppelblock in Neurath sind bereits weit fortgeschritten. Die Inbetriebnahme dieser Anlagen ist für 2009 bzw. 2011 vorgesehen. Die Kosten für Kraftwerkskomponenten waren vor dem Beginn der weltweiten Rezession deutlich angestiegen. Durch die frühzeitige Sicherung von Komponenten konnten wir den Preisanstieg für unsere Großprojekte dämpfen. Unsere Upstream Glossar-Tochter RWE Dea wird verstärkt in die Gasförderung investieren, vor allem in Algerien und Ägypten. Auch RWE Energy hat das Investitionsbudget aufgestockt; rund 80 % der Ausgaben entfallen auf das Netzgeschäft. Weitere Mittel fließen in Gasspeicherprojekte. Bei RWE npower planen wir den prozentual höchsten Anstieg der Sachinvestitionen. Unsere wichtigsten Vorhaben in Großbritannien sind zwei neue Gaskraftwerke. Das Neubauprojekt in Staythorpe haben wir bereits 2007 gestartet. Einer der insgesamt vier Blöcke soll schon in diesem Jahr ans Netz gehen. Mit dem Bau des Großkraftwerks in Pembroke werden wir in Kürze beginnen. Die letzte noch ausstehende Genehmigung haben wir im Februar erhalten. Die Sachinvestitionen von RWE Innogy steigen ebenfalls überproportional. Die Mittel fließen hauptsächlich in den Bau neuer Windkraftanlagen. Die größten Projekte sind Offshore-Windparks vor der britischen Küste. In Summe dürften die Sachinvestitionen des RWE-Konzerns (ohne American Water) 2009 eine Größenordnung von 6,5 Mrd. € erreichen. Das wäre fast die Hälfte mehr als 2008.
Nettoschulden über Vorjahresniveau.
Die Nettoschulden werden im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich steigen – auch wenn man den geplanten Erwerb von Essent außer Betracht lässt. Dazu werden die stark wachsenden Investitionsausgaben und die geplante erhöhte Dividende im April beitragen. Dem steht ein weiterhin hoher Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit gegenüber. Außerdem verfolgen wir das Ziel, bis Jahresende die Mehrheit an American Water abzugeben, sodass wir die Nettoschulden des Unternehmens in Höhe von 4,2 Mrd. € nicht mehr ausweisen müssen. Unsere gute Reputation als Anleihe-Emittent bietet uns jederzeit Zugang zu kurz- und langfristigen Finanzierungsquellen. Für 2009 betragen die Kapitalmarktfälligkeiten nur 0,2 Mrd. €.