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Weltweite Konjunkturkrise setzt sich fort

Wegen der Finanzkrise und ihrer realwirtschaftlichen Folgen wird die Weltwirtschaft 2009 voraussichtlich schrumpfen. Allerdings sind mit den von zahlreichen Staaten eingeleiteten Maßnahmen zur Belebung der Konjunktur und Stützung der Banken erste Grundlagen geschaffen worden, um die Vertrauenskrise einzudämmen. Im Euro-Raum dürfte die Lage das gesamte Jahr hindurch schwierig bleiben: Nach aktuellen Prognosen, die mit großer Unsicherheit behaftet sind, wird das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um etwa 2 % zurückgehen. In der gleichen Größenordnung bewegen sich die Schätzungen für die deutsche Wirtschaft. Hier werden sich die Investitionen in Ausrüstungen stark verringern. Vom Außenhandel – traditionell Motor der deutschen Konjunktur – ist keine Stützung zu erwarten, da auch die Ausfuhren weit unter das Vorjahresniveau fallen werden. Die Wirtschaft in Großbritannien ist in besonderem Maße von der Krise der Finanzmärkte betroffen und hat weiterhin mit der Schwäche des Immobiliensektors zu kämpfen. Die britische Wirtschaftsleistung könnte 2009 um bis zu 3 % zurückgehen. Ähnlich wie im Euro-Raum ist mit einer Erholung nicht vor 2010 zu rechnen. Auch in Zentralosteuropa werden die Auswirkungen der Finanzmarktkrise und der rückläufigen globalen Nachfrage immer stärker spürbar. Für die Gesamtregion wird allerdings noch ein leichtes Wachstum erwartet.