Neue Technologien sichern die Rohstoffversorgung von morgen.
Auch das Upstream-Geschäft Glossar der RWE Dea bietet uns Potenzial für vielfältige F&E-Maßnahmen. Dabei verfolgen wir u.a. das Ziel, unsere hohe Erfolgsquote bei Erkundungsbohrungen zu sichern. Dazu müssen wir Hinweise auf Lagerstätten von Kohlenwasserstoff künftig noch besser einschätzen können. Zu diesem Zweck führen wir umfangreiche geologische Studien in Nordafrika durch. Ebenso erforschen wir, wie sich Lagerstättenstrukturen durch verfahrenstechnische Verbesserungen grafisch klarer darstellen und somit genauer interpretieren lassen. In der Öl- und Gasförderung setzt RWE Dea modernste Technik ein und entwickelt diese kontinuierlich weiter.
Bei einem weiteren Vorhaben der RWE Dea geht es um Methanhydrate. Diese Ressource gilt als ein Energieträger der Zukunft. Methanhydrate entstehen, wenn sich Erdgas bei hohem Druck und geringer Temperatur mit Wasser zu einer eisartigen Masse verbindet. Große Vorkommen finden sich in Permafrostgebieten und im Meeresboden. Mit den Möglichkeiten ihrer Nutzung befassen sich zwei Forschungsvorhaben von RWE Dea. Eines davon eröffnet ganz neue Perspektiven für den Klimaschutz: Es sondiert die Möglichkeiten einer CO2-neutralen Gewinnung von Methan durch gleichzeitige Einlagerung von Kohlendioxid in Hydratform.
Die Anforderungen an das Stromnetz steigen.
Weitere F&E-Aktivitäten widmen wir dem Ziel eines sicheren, wirtschaftlichen und umweltgerechten Betriebs unserer Strom- und Gasnetze. Beispielsweise erkunden wir, wie wir den aktuellen Zustand unserer wichtigsten Netzkomponenten genauer erfassen und bewerten können. Auf diese Weise wollen wir sicherstellen, dass sie rechtzeitig gewartet werden. Darüber hinaus bereiten wir ganz neue Nutzungsmöglichkeiten des Netzes für unsere Kunden vor: Ein Beispiel ist das vom deutschen Wirtschaftsministerium geförderte Projekt „E-DeMA“. Der Begriff steht für „Entwicklung und Demonstration dezentral vernetzter Energiesysteme hin zum E-Energy Marktplatz der Zukunft“. Das Gemeinschaftsvorhaben von Unternehmen und Forschungseinrichtungen wurde im November 2008 gestartet. Stromkunden werden innerhalb von Modellregionen an einen offenen elektronischen Marktplatz angeschlossen und können direkt mit Energiehändlern, Verteilnetzbetreibern und anderen Akteuren kommunizieren. Die aktivere Marktteilnahme der Verbraucher und ihre enge informatorische Anbindung an Stromversorger wie RWE wollen wir nutzen, um innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Neue Wege im Netz gehen wir auch mit unserem Pilotprojekt „Mülheim zählt“: Bis Ende 2010 erhalten dort 100.000 Haushalte Stromzähler, mit denen sie ihren Energieverbrauch jederzeit im Internet ablesen können. So helfen wir unseren Kunden, Energie und Kosten zu sparen.
Elektromobilität schont Ressourcen und Umwelt.
Mit der Elektromobilität haben wir ein weiteres vielversprechendes F&E-Tätigkeitsfeld beschritten. Gemeinsam mit Daimler hat RWE im September eine der weltweit größten Initiativen zur Entwicklung und Erprobung von alltagstauglichen Mobilitätskonzepten gestartet. Das Modellvorhaben wird in Berlin verwirklicht. Daimler entwickelt die Elektrofahrzeuge, während RWE eine kundenfreundliche Infrastruktur mit rund 500 „Stromtankstellen“ aufbaut. In diesem Zusammenhang arbeiten wir an einem Abrechnungssystem, das sich auf eine intelligente Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation stützen soll. Mit dem Ausbau der Elektromobilität streben wir eine Verbesserung des Umweltschutzes an, denn der „Kraftstoff“ Strom erlaubt einen effizienten Einsatz erneuerbarer und CO2-freier Energie im Straßenverkehr.