Gewähltes Schlagwort: Rendite / ROCE
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Kapitalrendite auf 17,2 % gesteigert


Kennzahlen des Wertmanagements im Geschäftsjahr 2008

Betriebliches Ergebnis

Betriebliches Vermögen1

ROCE

Kapital-
kosten vor Steuern

Absoluter
Wert-
beitrag
2008

Absoluter
Wert-
beitrag
2007

 

in Mio. €

in Mio. €

in %

in %

in Mio. €

in Mio. €

1

Im Jahresdurchschnitt

2

Für die Ermittlung von ROCE und Wertbeitrag sind Zinserträge aus Leasingforderungen in Höhe von 11 Mio. € hinzuzurechnen.

RWE Power

3.1422

13.031

24,2

9,5

1.915

1.289

RWE Dea

494

1.806

27,3

12,0

277

266

RWE Supply & Trading

429

1.027

41,8

9,5

331

522

RWE Energy

2.480

20.578

12,1

8,5

731

468

RWE npower

534

5.303

10,1

9,5

30

82

Sonstige, Konsolidierung

-253

-1.936

169

343

RWE Innogy

55

1.422

3,9

8,5

-66

RWE-Konzern

6.8262

39.809

17,2

8,5

3.453

2.970

Im Zentrum unserer Strategie steht die Steigerung des Unternehmenswertes. Zusätzlicher Wert wird dann geschaffen, wenn die Rendite auf das eingesetzte Vermögen die Kapitalkosten übersteigt. Wir messen die Rendite als Return on Capital Employed (ROCE). Auch 2008 konnten wir den Wert des Unternehmens deutlich steigern. Der ROCE lag bei 17,2 % und damit weit über den Konzern-Kapitalkosten vor Steuern. Diese beliefen sich für 2008 auf 8,5 %. Im Vorjahr hatten wir noch einen Konzern-Kapitalkostensatz von 9 % zugrunde gelegt. Die Absenkung ergibt sich aus Unternehmenssteuerreformen in Deutschland und Großbritannien, die zu niedrigeren Steuersätzen geführt haben. Die Anpassung der Kapitalkosten vor Steuern bewirkte, dass die Kapitalkosten nach Steuern unverändert blieben. Sie belaufen sich für den RWE-Konzern auf 6,0 %.

Die starke operative Performance zeigt sich besonders in der Entwicklung des absoluten Wertbeitrags, der zentralen Steuerungsgröße für alle Konzernaktivitäten. Er ist ein wesentliches Kriterium für die Beurteilung von Investitionen und Bestimmungsgröße für die Bonuszahlungen an unsere Führungskräfte. Der absolute Wertbeitrag ergibt sich, wenn man die Differenz von ROCE und Kapitalkosten mit dem betrieblich gebundenen Vermögen multipliziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der RWE-Konzern einen Wertbeitrag in Höhe von 3.453 Mio. €. Damit haben wir den Vorjahreswert (2.970 Mio. €) um 16 % übertroffen. Dies spiegelt die verbesserte operative Ertragslage wider, beruht aber auch auf der Absenkung der Kapitalkosten vor Steuern, die sich in allen Unternehmensbereichen positiv niederschlug.

RWE Power lieferte mit 1.915 Mio. € den größten Beitrag zur Wertsteigerung im RWE-Konzern. Gegenüber Vorjahr konnte der Bereich um 626 Mio. € zulegen. Ausschlaggebend dafür war die verbesserte Ertragslage unserer deutschen Stromerzeugung.

RWE Dea erwirtschaftete einen Wertbeitrag von 277 Mio. €. Verglichen mit 2007 ist das ein Plus von 11 Mio. €, das im Wesentlichen auf die Absenkung der Kapitalkosten zurückzuführen ist. Ein gegenläufiger Effekt ergibt sich daraus, dass RWE Dea verstärkt in den Ausbau der Gas- und Ölförderung investiert. Dies führt zu einer Erhöhung des betrieblichen Vermögens, während die positiven Ergebniseffekte häufig erst später eintreten, etwa wenn mit der Förderung begonnen wird.

RWE Supply & Trading kam auf einen Wertbeitrag von 331 Mio. €. Der Vergleichswert aus 2007 wurde damit um 191 Mio. € unterschritten. Hier kommt der Rückgang des betrieblichen Ergebnisses zum Tragen. Ein weiterer Faktor war, dass sich das betriebliche Vermögen erhöhte, u.a. durch den Erwerb einer 50 %-Beteiligung am LNG Glossar-Unternehmen Excelerate.

RWE Energy erzielte einen Wertbeitrag von 731 Mio. € und übertraf den Vorjahreswert damit um 263 Mio. €. Maßgeblich dafür waren die positive Ergebnisentwicklung und die Absenkung der Kapitalkosten.

RWE npower steuerte trotz deutlicher Ergebnisverschlechterung 30 Mio. € zur Wertsteigerung bei. Stabilisierend wirkte, dass die Schwäche des britischen Pfunds – einer der Hauptgründe für den Ergebnisrückgang – auch zu einer Verminderung des betrieblichen Vermögens führte.

RWE Innogy konnte im Gründungsjahr die Kapitalkosten noch nicht decken. Der Wertbeitrag des Unternehmens belief sich auf -66 Mio. €. Hintergrund ist, dass den umfangreichen Investitionen zum Ausbau unseres Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien noch keine entsprechenden Ergebnisbeiträge gegenüberstehen.

Ausführliche Informationen zur Ermittlung der Kennzahlen des Wertmanagement-Konzepts finden sich in diesem Bericht im Kapitel Wertmanagement.