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Kursentwicklung der RWE-Aktien


Eines der schwächsten Börsenjahre in der Geschichte.

Das Börsenjahr 2008 hat in den Depots fast aller Aktionäre tiefrote Spuren hinterlassen. Der Index der wichtigsten Titel im Euro-Raum, Dow Jones EURO STOXX 50, büßte 42 % seines Wertes ein. Der deutsche Leitindex DAX 30 verlor 40 %. Er war mit 8.067 Punkten ins Jahr gestartet und bis Ende November auf 4.127 Punkte gefallen. Zum Jahresausklang schloss er etwas erholt mit 4.810 Punkten. Mit den massiven Kursstürzen ging eine knapp fünf Jahre währende Hausse Glossar am deutschen Aktienmarkt zu Ende, in deren Verlauf der DAX von 2.203 Punkten im März 2003 auf das Allzeithoch von 8.106 Punkten im Juli 2007 geklettert war. Ende 2008 befand er sich wieder auf dem Niveau von 1998.

Ausgangspunkt der Börsenturbulenzen war die Krise am US-Hypothekenmarkt, die sich im Jahresverlauf 2008 dramatisch zuspitzte und den gesamten internationalen Finanzsektor erschütterte. Mit dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers im September 2008 erreichte die Krise ihren vorläufigen Höhepunkt. Zahlreiche Finanzinstitute entgingen dem Kollaps nur dank staatlicher Rettungsmaßnahmen. Sämtliche großen Industrienationen legten Hilfspakete für Banken auf, um das Vertrauen der Anleger in das Finanzsystem zu stärken. Die Börsenstimmung konnten diese Maßnahmen aber noch nicht merklich aufhellen, zumal die Krise des Finanzmarktes inzwischen in eine weltweite Rezession eingemündet ist. Konjunkturforschungsinstitute gehen davon aus, dass die Wirtschaftsleistung der großen Industrienationen 2009 schrumpfen wird. Vor dem Hintergrund düsterer Konjunkturprognosen und immer neuer Hiobsbotschaften aus dem Unternehmenssektor ging der DAX Anfang 2009 wieder auf Talfahrt. Ende Januar schloss er mit 4.338 Punkten.

RWE-Aktien im Sog der Finanzmarktkrise.

Die RWE-Aktien starteten gut ins Jahr, ehe sich die allgemeine Börsenschwäche auch auf sie übertrug. Am 7. Januar 2008 überschritten die Stämme zum bisher einzigen Mal die 100-Euro-Marke (100,64 €). Mit der Zuspitzung der Finanzkrise kam es jedoch zu massiven Kursverlusten. Die Stämme fielen bis Mitte Oktober auf ihren Jahrestiefststand von 52,53 €, machten dann aber wieder Boden gut. Ende 2008 gingen sie mit 63,70 € aus dem Handel, während die RWE-Vorzugsaktien das Börsenjahr mit 53,61 € beendeten. Dies entspricht einer Performance (Rendite aus Kursveränderung und Dividende) von -31 % (Stammaktien) bzw. -32 % (Vorzugsaktien). Damit entwickelten sich die RWE-Aktien nicht nur besser als der Gesamtmarkt, sondern ließen auch den europäischen Branchenindex Dow Jones STOXX Utilities hinter sich, der 2008 einen Rückgang von 36 % verzeichnete.

Neben der Finanzmarktkrise prägte die Preisentwicklung an den Commodity Glossar-Märkten den Kursverlauf der RWE-Aktien. In der ersten Jahreshälfte hatten sich die Rohstoffe weltweit erheblich verteuert, was zu steigenden Notierungen an den europäischen Strombörsen führte. Bei Versorgern mit starker Erzeugungsposition wie RWE löste dies positive Kursreaktionen aus. Vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise und wachsender Rezessionsängste zeigten die Preiskurven an den Commodity-Märkten aber seit Juli wieder steil nach unten. Das schlug sich in stark rückläufigen RWE-Kursen nieder. Stabilisierend wirkte unsere solide Finanzposition. Nach dem Jahreswechsel legten die RWE-Aktien zunächst wieder etwas zu, mussten diese Gewinne aber wieder abgeben. Ende Januar notierten die Stämme mit 60,87 €.

Gewichtung der RWE-Aktien und RWE-Anleihen in wichtigen Indizes
Stand: 31.12.2008

Aktienindizes

Gewichtung
in %

 

Anleihenindizes

Gewichtung
in %

DAX 30

5,9

 

iBoxx Euro Corporates

0,8

Dow Jones EURO STOXX 50

2,1

 

iBoxx Euro Utilities

7,6

Dow Jones STOXX Utilities

8,8

 

iBoxx Sterling Utilities

11,8

Performance der RWE-Aktien und wichtiger Indizes bis Ende 2008
in % p.a.

1 Jahr

5 Jahre

10 Jahre

1

Index für Staatspapiere am deutschen Rentenmarkt

RWE-Stammaktie

-30,8

19,3

6,4

RWE-Vorzugsaktie

-32,1

18,3

9,5

DAX 30

-40,4

3,9

-0,4

Dow Jones EURO STOXX 50

-42,4

0,4

-1,0

Dow Jones EUROPE STOXX 50

-41,7

-2,0

-2,3

Dow Jones STOXX

-44,1

-0,3

-1,2

Dow Jones STOXX Utilities

-36,4

12,7

4,4

REXP1

10,1

4,7

4,7

Langfristrenditen: RWE-Aktien lassen DAX weit hinter sich.

Auch im Mehrjahresvergleich zeigten die RWE-Aktien eine bessere Performance als der Gesamtmarkt. Anleger, die vor zehn Jahren RWE-Stammaktien im Wert von 10.000 € erwarben und ihre Dividenden reinvestierten, verfügten zum 31. Dezember 2008 über 18.569 €. Bei Anlage des gleichen Betrags in Vorzugsaktien hätte sich der Depotwert auf 24.816 € erhöht. Dies entspricht einer durchschnittlichen Jahresrendite von 6,4 bzw. 9,5 %. Die vergleichbare Wertentwicklung des DAX war demgegenüber leicht negativ. Der Anlagebetrag hätte sich um 0,4 % pro Jahr auf 9.616 € verringert.