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Im Fokus unserer Strategie

Die Verringerung der CO2-Emissionen.

Unser Ziel ist, die jährliche Unterausstattung mit CO2-Zertifikaten durch Vermeidungsmaßnahmen deutlich zu senken. Wir sehen hier gegenüber 2008 ein Reduktionspotenzial von mehr als 30 Mio. Tonnen bis 2012 und knapp 60 Mio. Tonnen bis 2015. Die Zahlen beziehen sich auf den RWE-Kraftwerkspark in seiner aktuellen Größe. Wachstumsinvestitionen bleiben unberücksichtigt. Das Reduktionspotenzial entspricht einer Verringerung um 20 % bis 2012 und mehr als 30 % bis 2015 im Vergleich zu den CO2-Emissionen des RWE-Konzerns im Jahr 2008 (172 Mio. Tonnen).

Ein zentraler Baustein unserer Strategie sind Klimaschutzprojekte außerhalb Westeuropas im Rahmen der Kyoto-Mechanismen „Clean Development Mechanism“ (CDM) und „Joint Implementation“ (JI). Die am Emissionshandel teilnehmenden Unternehmen können ihre Abgabeverpflichtungen auch mit Zertifikaten erfüllen, die durch solche Maßnahmen kostengünstig erworben wurden. Allerdings hat die EU dafür Obergrenzen festgelegt. Das für unsere Anlagen zulässige Volumen summiert sich auf etwa 100 Mio. Tonnen CO2. Weitere Kernelemente unserer CO2-Strategie sind die Verringerung der Emissionen durch Modernisierung unseres Kraftwerksparks und der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung wollen wir ebenfalls weiter vorantreiben. Ferner planen wir den Bau eines der weltweit ersten großtechnischen Kohlekraftwerke mit Abtrennung und unterirdischer Speicherung von CO2, sofern wir mit öffentlicher Förderung rechnen können.

Die Möglichkeiten des RWE-Konzerns, den Kohlendioxid-Ausstoß nachhaltig zu senken, werden von energiepolitischen Weichenstellungen wesentlich mitbestimmt. Die wirkungsvollste und zugleich kostengünstigste Maßnahme, um Emissionen zu vermeiden, ist eine Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken. Stromerzeugung aus Kernenergie setzt nahezu kein Kohlendioxid frei; werden Kernkraftwerke stillgelegt, müssen sie durch fossil befeuerte und damit emissionsintensivere Anlagen ersetzt werden. Der Grund ist, dass erneuerbare Energien nicht in gleichem Maße Grundlaststrom erzeugen können. Allein durch eine Laufzeitverlängerung für unsere beiden Biblis-Blöcke könnte ein zusätzlicher CO2-Ausstoß von bis zu 15 Mio. Tonnen pro Jahr vermieden werden.