Finanzwirtschaftliche Risiken


Schwankungen von Währungs-, Zins- und Aktienkursen können unser Ergebnis ebenfalls stark beeinflussen. Das Management finanzwirtschaftlicher Risiken ist in einer gesonderten Richtlinie geregelt. Es liegt in der Verantwortung des Finanzvorstands der RWE AG. Wie bereits erläutert, steuert das Asset-Management-Komitee das Management der Risiken aus Wertpapieranlagen. Auf der Ebene der RWE AG ist die Organisationseinheit Konzernfinanzen für die operative Umsetzung des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements zuständig. Darüber hinaus obliegt ihr die Berichterstattung über diese Kategorie von Risiken.

Wegen unserer internationalen Präsenz kommt dem Management von Wechselkursveränderungen große Bedeutung zu. Die Konzerngesellschaften sind verpflichtet, sämtliche Währungsrisiken über die RWE AG abzusichern. Diese ermittelt die Nettofinanzposition je Währung und sichert sie – wenn nötig – mithilfe externer Marktpartner ab. Die Risikomessung und -begrenzung basiert hier u.a. auf dem VaR-Konzept. Der durchschnittliche VaR für die Fremdwährungsposition der RWE AG lag im Berichtszeitraum unter 1 Mio. €, der höchste an einem einzelnen Tag erreichte Wert ebenfalls.

Große Bedeutung messen wir auch dem Zinsmanagement bei. Zinsrisiken bestehen hauptsächlich wegen unserer zinstragenden Anlagen und Finanzschulden. Gegen negative Wertveränderungen aus unerwarteten Zinsbewegungen sichern wir uns durch originäre und derivative Finanzgeschäfte ab. Der VaR für das Zinsrisiko aus unseren Finanzschulden und zugehörigen Absicherungsgeschäften belief sich 2008 auf durchschnittlich 129 Mio. €. Sein Wert lag im Dezember bei 147 Mio. € und damit – trotz der Finanzmarktkrise – nicht allzu weit über dem Gesamtjahresmittel. Der VaR aus zinstragenden Anlagen unter Einschluss der Absicherungen betrug 53 Mio. € (Dezember: 46 Mio. €), der für das Aktienkursrisiko 21 Mio. € (27 Mio. €).

Die Risiken und Chancen aus den Wertveränderungen der Wertpapiere steuern wir durch professionelles Fondsmanagement. Finanzgeschäfte des Konzerns werden mit einer zentralen Risikomanagement-Software erfasst und von der RWE AG überwacht. Dies ermöglicht einen Risikoausgleich über die Einzelgesellschaften hinweg. Für unsere Konzernunternehmen haben wir Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen in internen Richtlinien verbindlich festgelegt.