Witterung kühler als im Vorjahr.
Während sich die konjunkturelle Entwicklung vor allem in der Energienachfrage von Industrieunternehmen niederschlägt, wird der Energieverbrauch privater Haushalte in starkem Maße von den Witterungsverhältnissen beeinflusst. Hier spielt insbesondere die Temperaturabhängigkeit des Heizwärmebedarfs eine Rolle. In Deutschland, dem Benelux-Gebiet und Großbritannien war die Witterung insgesamt kühler, in Zentralosteuropa dagegen etwas milder als 2007. Neben dem Energieverbrauch wird auch das Stromangebot von den Wetterbedingungen beeinflusst, in erster Linie die Erzeugung aus Windkraftanlagen. In Deutschland lag das Windaufkommen 2008 geringfügig unter dem langjährigen Mittel.
Regional stark schwankender Energieverbrauch.
Die anfangs noch gute Konjunktur und der teilweise erhöhte Heizwärmebedarf stimulierten die Energienachfrage in unseren Kernmärkten. In der zweiten Jahreshälfte hinterließ die sich abschwächende Industrieproduktion aber bereits deutliche Spuren. Aufgrund dieser gegenläufigen Einflüsse stagnierte der Stromverbrauch in Deutschland, während er in Großbritannien um geschätzte 0,5 % zurückging. In unseren zentralosteuropäischen Märkten waren dagegen noch leichte Zuwächse zu beobachten, die für Ungarn und die Slowakei auf 1,5 % und für Polen auf 0,5 % veranschlagt werden. Der Gasverbrauch in Deutschland hat sich um 1 % erhöht. Dabei kamen die kühlere Witterung und ein verstärkter Gaseinsatz in der Stromerzeugung zum Tragen. In Großbritannien führten die gleichen Faktoren zu einem Plus von 5 %. Für Tschechien und Ungarn wurden leichte Steigerungen des Gasverbrauchs ermittelt.