Am 1. April 2008 ist in Großbritannien das Programm „Carbon Emissions Reduction Target“ (CERT) in Kraft getreten. Es ersetzt das Energieeffizienzprogramm (EEC) aus dem Jahr 2002 und zielt wie das EEC auf eine Senkung des CO2-Ausstoßes privater Haushalte ab. Die Emissionssenkung im Rahmen des CERT soll sich auf 154 Mio. Tonnen kumulieren. Die britischen Energieversorger haben drei Jahre Zeit, die dafür nötigen Maßnahmen zu ergreifen. Dazu zählen Wärmeisolierung, energiesparende Durchlauferhitzer und Elektrogeräte sowie Energiesparlampen. Mindestens 40 % der Maßnahmen müssen bei einkommensschwachen Haushalten umgesetzt werden. Der Gesamtaufwand für die Versorger wird auf 2,8 Mrd. £ veranschlagt.
Am 11. September 2008 wurde das CERT-Programm von der britischen Regierung erweitert und das Reduktionsziel um 20 % auf 185 Mio. Tonnen CO2 angehoben. Nach Schätzungen ergeben sich dadurch zusätzliche Belastungen von rund 560 Mio. £. Außerdem hat die Regierung ein „Community Energy Saving Programme“ (CESP) angekündigt, in das auch reine Erzeugungsgesellschaften eingebunden sind. Gemeinsam mit Kommunen und Wohltätigkeitsorganisationen sollen die Versorger im Rahmen des CESP Haushalten in strukturschwachen Regionen Großbritanniens Hilfen anbieten. Derzeit berät die Regierung mit der Energiewirtschaft über das Programm. Es steht noch nicht fest, wie sich die Hilfen gestalten werden. Die erwarteten Kosten für die Energiewirtschaft betragen etwa 350 Mio. £.