Vermögenslage.
Die Vermögenslage der RWE AG ist geprägt durch das Management von Beteiligungen und durch Aktivitäten für die Konzerngesellschaften. Die Holding hält Anteile an den Führungsgesellschaften und nimmt für sie Finanzierungsfunktionen wahr. Dies spiegelt sich in entsprechenden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider, die im Berichtsjahr aufgrund eines erhöhten Finanzmittelbedarfs bzw. –zuflusses bei einzelnen Gesellschaften deutlich angestiegen sind. Im Umlaufvermögen werden 31,7 Millionen eigene Aktien ausgewiesen, die im ersten Halbjahr 2008 erworben wurden.
Die in den Rückstellungen mit 3,5 Mrd. € enthaltenen Pensionsrückstellungen betreffen nicht nur Verpflichtungen gegenüber eigenen, sondern auch gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeitern von Tochtergesellschaften. Die anfallenden Aufwendungen für Altersversorgung wurden der RWE AG – mit entsprechender Belastung des Beteiligungsergebnisses – von den betreffenden Gesellschaften erstattet.
Zum 31. Dezember 2008 betrug die Eigenkapitalquote der RWE AG bei gestiegener Bilanzsumme unverändert zum Vorjahr 20,6 %.
Finanzlage.
Die Finanzlage der RWE AG wird durch die Beschaffung der Finanzmittel für die laufende Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften bestimmt. Zur externen Refinanzierung bedient sich die RWE AG im Anleihemarkt überwiegend der Tochtergesellschaft RWE Finance B.V., die Anleihen unter Garantie der RWE AG begibt. In einem schwierigen Kapitalmarktumfeld konnten wir im November 2008 zwei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 2,0 Mrd. € und Anfang Februar 2009 zwei weitere Anleihen über insgesamt 3,0 Mrd. € am Markt platzieren. Zum 31. Dezember 2008 standen von RWE begebene Anleihen und Commercial Paper im Gesamtvolumen von 10,2 bzw. 0,8 Mrd. € aus. Der Mittelzufluss aus der Veräußerung eines Anteils von 39,5 % an American Water wurde zur Tilgung externer Finanzschulden verwendet.
Ertragslage.
Die Ertragslage der RWE AG wird wesentlich von den Ergebnissen der Tochtergesellschaften bestimmt. Das Ergebnis aus Finanzanlagen, zu dem besonders RWE Power AG und RWE Energy AG beitragen, lag um 9 % unter Vorjahr. Unsere Ergebnisabführungen wurden durch Sondereffekte aus der Beteiligungsbewertung beeinflusst. Außerdem kam hier zum Tragen, dass wir wegen der Finanzmarktkrise Abwertungen auf Wertpapierbestände vornehmen mussten. Das Zinsergebnis hat sich erneut verbessert, denn die Finanzschulden waren im Laufe des Berichtsjahres weiter rückläufig. Verringert hat sich dagegen die Position „Sonstige Erträge und Aufwendungen“. Hauptgrund ist, dass die Ertragsteuerumlagen von Tochterunternehmen und die Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren niedriger waren als 2007. Auch der Steueraufwand ist gesunken. Maßgeblich dafür waren Steuersenkungen im Rahmen der Unternehmenssteuerreform 2008 und die Auflösung einer Steuerrückstellung nach einem gewonnenen Klageverfahren.
Aufsichtsrat und Vorstand der RWE AG werden der Hauptversammlung am 22. April 2009 für das Geschäftsjahr 2008 eine Dividende von 4,50 € je Aktie vorschlagen. Bezogen auf das nachhaltige Nettoergebnis des Konzerns ergibt sich daraus eine Ausschüttungsquote von 71 %. Sie liegt damit innerhalb der für das Geschäftsjahr 2008 angestrebten Bandbreite von 70 bis 80 %.