Der bei unserem internen Dienstleister RWE Service angesiedelte Konzerneinkauf koordiniert – mit Ausnahme der Rohstoffbeschaffung – den Einkauf sämtlicher Waren und Dienstleistungen. Wir stützen uns dabei auf einheitliche Prozesse und ein umfassendes strategisches Lieferantenmanagement und richten uns an den Grundsätzen der Best Practice aus. Im Jahr 2002 haben wir ein Einsparprogramm gestartet mit dem Ziel, unsere Lieferantenkonditionen nachhaltig zu verbessern. Wir konnten unsere Beschaffungskosten bereits deutlich senken. Erreicht wurde dies u.a. durch konzernweite Bündelung der Beschaffungsvolumina, Verbesserungen der Einkaufsprozesse, die Nutzung elektronischer Ausschreibungen und Auktionen sowie Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Einkäufer.
Der Einkauf von Rohstoffen liegt in der Verantwortung von RWE Power, RWE Dea und RWE Supply & Trading. Das Beschaffungsvolumen der in der Verstromung eingesetzten Steinkohle belief sich 2008 auf 19,0 Mio. Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) Glossar, gegenüber 23,3 Mio. Tonnen im Vorjahr. Mit erfasst sind hier Kraftwerke, die sich nicht in RWE-Eigentum befinden, über deren Einsatz wir aber aufgrund langfristiger Strombezugsverträge frei verfügen können. RWE Power hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 13,9 Mio. Tonnen SKE beschafft (Vorjahr: 18,1 Mio. Tonnen) und RWE npower 5,1 Mio. Tonnen SKE (Vorjahr: 5,2 Mio. Tonnen). Der deutliche Rückgang in Deutschland ergibt sich aus der geringeren Auslastung unserer Steinkohlekraftwerke (siehe das Kapitel Stromerzeugung). Auch in Großbritannien war das Beschaffungsvolumen rückläufig, obwohl RWE npower mehr Strom aus Steinkohle erzeugte. Dort wurden Lagerbestände reduziert. Den Bedarf unserer eigenen deutschen Steinkohlekraftwerke decken wir zu 60 % aus heimischer Förderung. Wichtigste Lieferregion bei RWE npower ist Russland: Von dort stammen über 80 % der Steinkohle für unsere britischen Kraftwerke.
Braunkohle bezieht RWE aus eigenen Tagebauen. In unserem Hauptabbaugebiet im Rheinland haben wir im Berichtsjahr 96 Mio. Tonnen gefördert (Vorjahr: 100 Mio. Tonnen). Davon wurden 85 Mio. Tonnen in unseren Kraftwerken verstromt und 11 Mio. Tonnen für Veredelungsprodukte verwendet. Unser Gaseinkauf ist in der RWE Supply & Trading gebündelt. Zu den wichtigsten Gaslieferanten des RWE-Konzerns zählen Fördergesellschaften in Russland, Norwegen und den Niederlanden.