RWE Energy legte beim betrieblichen Ergebnis um 5 % auf 2.480 Mio. € zu und bestätigte damit unsere Erwartungen. Basis dafür waren Ertragsverbesserungen im Stromvertrieb und Kostensenkungen. Ergebnismindernd wirkte, dass unsere deutschen Netzentgelte im Rahmen der zweiten Kostenüberprüfung nach Einführung der Regulierung nochmals deutlich gekürzt wurden. Verglichen mit dem Vorjahr führte dies zu Ergebniseinbußen von 473 Mio. €. Außerdem entstanden Mehraufwendungen für die Beschaffung von Regelenergie. Glossar Auch Einmaleffekte aus der Bildung oder dem Wegfall von Vorsorgen beeinflussten die Ergebnisentwicklung: Sie schlugen sich insgesamt negativ bei unseren internationalen Aktivitäten und positiv in der Position „Sonstige, Konsolidierung“ nieder. Konsolidierungs- und Umgliederungseffekte erhöhten das Ergebnis im Saldo um 49 Mio. €, Wechselkursänderungen um weitere 75 Mio. €. Auf der Ebene der Business Units zeigte sich folgende Ergebnisentwicklung:
- Regionen Deutschland: Die deutschen Regionalgesellschaften der RWE Energy schlossen um 16 % über Vorjahr ab – trotz Kürzungen der Nutzungsentgelte für ihre Verteilnetze. Die Belastungen hieraus konnten sie durch kostensenkende Maßnahmen mildern. Im deutschen Stromvertrieb hat sich unsere Ertragslage trotz stark erhöhtem Wettbewerbsdruck verbessert. Dazu haben auch Absatzsteigerungen beigetragen. Ein weiterer positiver Effekt ergab sich aus der Erstkonsolidierung kleinerer Gesellschaften. Außerdem flossen uns höhere Ergebnisse aus Minderheitsbeteiligungen zu. Im Gasvertrieb dämpften allerdings gestiegene Bezugskosten die Ertragslage. Wir konnten nicht den gesamten Mehraufwand in den Endkundenpreisen weitergeben, zumal einige Regionalgesellschaften die notwendigen Preisanpassungen erst in der zweiten Jahreshälfte vornahmen.
- Regionen International: Im kontinentaleuropäischen Netz- und Vertriebsgeschäft außerhalb Deutschlands blieben wir um 31 % hinter dem außergewöhnlich hohen Vorjahresergebnis zurück. Dieses war durch positive Einmaleffekte geprägt, die 2008 wegfielen. Operativ konnten wir dagegen zulegen, u.a. wegen höherer Strommargen in Ungarn. Darüber hinaus war die Ergebnisentwicklung durch die Aufwertung der tschechischen Krone gegenüber dem Euro begünstigt.
- Überregionale Aktivitäten: Hier verzeichneten wir einen Ergebnisrückgang um 17 %, vor allem wegen regulatorischer Entgeltkürzungen in unserem deutschen Stromtransportnetz. Wie bereits erwähnt, haben sich die Kosten für Regelenergie erhöht. Diese wird benötigt, um unvorhergesehene Schwankungen zwischen den Ein- und Ausspeisungen im Stromnetz auszugleichen. Der Bedarf an Regelenergie ist wegen des Ausbaus der Stromerzeugung aus Windenergie weiter angestiegen. Neben den genannten Belastungen hatten wir Mehraufwand für Maßnahmen zum Ausbau der Marktposition von eprimo.