Bonitätsprüfungen durch unabhängige Rating Glossar-Agenturen haben maßgeblichen Einfluss auf die Möglichkeiten eines Unternehmens, sich Fremdkapital zu beschaffen. Je besser die Bewertung, desto leichter der Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und desto kostengünstiger die Aufnahme von Fremdmitteln. Daher profitieren wir davon, dass uns die beiden führenden Rating-Agenturen Moody’s und Standard & Poor’s hohe Bonitätsnoten (A1 bzw. A) geben. Im Nachgang unseres Angebots zur Übernahme des niederländischen Versorgers Essent im Januar 2009 haben beide Agenturen angekündigt, ihre Einschätzungen zu überprüfen. Diesen Schritt hatten wir erwartet. Mittlerweile hat Standard & Poor’s das Rating für RWE bestätigt, jedoch den Ausblick von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt. Moody’s prüft derzeit eine mögliche Herabstufung. Das Ergebnis steht noch aus. Langfristig streben wir mindestens die Bonitätsnoten A (Standard & Poor’s) und A2 (Moody’s) an. Die folgende Tabelle zeigt die Kredit-Ratings per Ende Januar 2009:
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Kredit-Rating |
Moody’s |
Standard & Poor’s | ||
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Langfristig |
A1/negativer Ausblick1 |
A/negativer Ausblick | ||
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Kurzfristig |
P-11 |
A-1 | ||
Unsere Fremdkapitalkosten beliefen sich 2008 auf 4,6 % der jahresdurchschnittlichen Finanzverbindlichkeiten (inkl. Zinsaufwand für Absicherungsgeschäfte). Sie lagen damit erheblich unter dem Vorjahreswert (5,8 %), der noch American Water einschloss. Beim US-Wasserversorger ist die Refinanzierung deutlich teurer als im Konzerndurchschnitt. Zum Rückgang unserer Fremdkapitalkosten trug auch bei, dass das Zinsniveau im Euro-, Dollar- und Pfund-Raum niedriger war als 2007. In allen drei Währungen haben wir Finanzschulden.