Im Geschäftsjahr 2008 haben wir einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 8.853 Mio. € erwirtschaftet. Das sind 45 % mehr als im Vorjahr. Der Cash Flow von American Water ist in den Zahlen für 2008 nicht mehr enthalten, während er in denen für 2007 noch einbezogen ist. Dass sich die Mittelzuflüsse dennoch so stark erhöhten, beruht u.a. auf der verbesserten operativen Ertragslage in der deutschen Stromerzeugung. Bei RWE Power kam uns darüber hinaus zugute, dass ein Großteil des Aufwands für CO2-Zertifikate erst 2009 zahlungswirksam wurde. Der operative Cash Flow war noch durch einen weiteren Sondereffekt begünstigt, der sich daraus ergibt, dass wir Teile unserer Stromerzeugung frühzeitig über Terminverkäufe (Futures) an der Leipziger Energiebörse EEX preislich fixiert haben. Mit solchen Sicherungsgeschäften verfolgen wir das Ziel, den kurzfristigen Einfluss volatiler Commodity Glossar-Preise auf unsere Ertragslage zu begrenzen. Am Bilanzstichtag lagen die Strommarkt-Notierungen großenteils unter den bei Abschluss der Futures festgelegten Verkaufspreisen. Unsere Vertragspartner hatten in Höhe der Unterschiedsbeträge Ausgleichszahlungen („Variation Margins“) an uns zu leisten. Rechnet man die von uns gezahlten Variation Margins dagegen, ergibt sich ein Nettozufluss von 1.753 Mio. €. Dieses schlug sich in einer entsprechenden Veränderung des Nettoumlaufvermögens nieder.
Unsere Ausgaben für Investitionen (inkl. Geldanlagen) lagen um 3.584 Mio. € über den Einnahmen aus Anlagenabgängen und Unternehmensverkäufen. In den Geldanlagen haben wir mit erfasst, dass im November 2008 weitere Vermögenswerte im Rahmen von Contractual Trust Arrangements (CTA) auf den RWE Pensionstreuhand e.V. übertragen wurden. Dadurch sind Barmittel in Höhe von 1,3 Mrd. € abgeflossen. Aus der Finanzierungstätigkeit verzeichneten wir einen Mittelabfluss von 5.907 Mio. €. Hier schlugen vor allem der Aktienrückkauf (2,5 Mrd. €), das Stellen von Sicherheiten (Margins und Collaterals) bei Termingeschäften (2,3 Mrd. €), unsere Dividendenzahlungen (2,0 Mrd. €) und die Tilgung von zwei Anleihen (1,6 Mrd. €) zu Buche. Gegenläufig wirkte die Anleihenemission vom November 2008 (2,0 Mrd. €).
Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Sachinvestitionen, ergibt den Free Cash Flow. Dieser belief sich auf 4.399 Mio. € und war damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Hier kam der stark erhöhte operative Cash Flow zum Tragen.
Kapitalflussrechnung1 |
2008 |
2007 |
+/– |
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Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit |
8.853 |
6.085 |
45,5 |
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Effekt aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens |
1.687 |
-222 |
– |
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Cash Flow aus der Investitionstätigkeit |
-3.584 |
-4.483 |
20,1 |
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Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit |
-5.907 |
-2.458 |
-140,3 |
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Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel |
-35 |
-16 |
-118,8 |
||
Veränderung der flüssigen Mittel |
-673 |
-872 |
22,8 |
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Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit |
8.853 |
6.085 |
45,5 |
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Abzgl. Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte |
-4.454 |
-4.065 |
-9,6 |
||
Free Cash Flow |
4.399 |
2.020 |
117,8 |
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