RWE-Anleihen und Finanzschulden


Erfolgreiche Rückkehr von RWE an den Anleihenmarkt.

Erstmals seit 2004 hat RWE wieder neue Anleihen begeben. Im November 2008 wurde ein Volumen von insgesamt 2 Mrd. € über die RWE Finance B.V. am Markt platziert. Im Februar 2009 folgten weitere 3 Mrd. €, die zum Teil der Finanzierung des geplanten Essent-Erwerbs dienen sollen. Alle Emissionen waren um ein Vielfaches überzeichnet. Mit 10,2 Mrd. € war das Nominalvolumen der von RWE begebenen Anleihen Ende 2008 etwas niedriger als im Vorjahr (10,7 Mrd. €). American Water ist in diesen Zahlen nicht berücksichtigt. Die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der ausstehenden RWE-Anleihen lag Ende 2008 bei neun Jahren. Die Fälligkeiten im Jahr 2009 betragen 0,2 Mrd. €.

Fälligkeitsstruktur der Kapitalmarktschulden des RWE-Konzerns in Mrd. €
(Stand: 31.12.08)
Fälligkeitsstruktur der Kapitalmarktschulden des RWE-Konzerns (Balken-/Liniendiagramm)

Ablösung der Essent-Zwischenfinanzierung über Anleihen.

Das Gebot für den niederländischen Versorger Essent in Höhe von 9,3 Mrd. € haben wir im Januar 2009 durch eine Zwischenfinanzierung über 9 Mrd. € mit zehn Großbanken und mit eigenen Barmitteln abgesichert. Die Kredite werden ein Jahr nach Angebotsabgabe fällig. Wir haben das Recht, für die Hälfte der Kreditsumme die Laufzeit um ein Jahr zu verlängern. Da wir seit jeher eine vorausschauende und langfristige Finanzierungsstrategie verfolgen, haben wir bereits im Februar damit begonnen, einen Teil der Zwischenfinanzierung durch die Begebung von Anleihen abzulösen. Unser Ziel ist, die Kreditsumme vollständig durch langfristige Kapitalmarktschulden zu ersetzen.

Kapitalmarktschulden des RWE-Konzerns
zum 31.12.2008 nach Restlaufzeit

 

0-3
Jahre

4-7
Jahre

8-12 Jahre

> 12 Jahre

Nominalvolumen

Mrd. €

0,8

4,0

2,9

2,5

Relativer Anteil am Gesamtvolumen der Kapitalmarktschulden

%

8

39

28

25

Anteil der Finanzschulden in Euro auf 59 % gestiegen.

Unsere zinstragenden Finanzschulden beliefen sich Ende 2008 auf 12,5 Mrd. €. American Water ist hier nicht berücksichtigt. Rechnet man Währungssicherungsgeschäfte mit ein, waren wir zum Jahresende 2008 zu 59 % in Euro, zu 35 % in britischen Pfund und zu 6 % in US-Dollar verschuldet. Der Anteil der Schulden in Euro hat sich gegenüber dem Vorjahr (ohne American Water) deutlich erhöht, während beim britischen Pfund ein Rückgang in ähnlicher Größenordnung zu verzeichnen war. Diese Verschiebung beruht hauptsächlich auf Wechselkurseffekten. Außerdem haben Neuemissionen und Tilgungen von Anleihen im Saldo zu einem höheren Bestand an Euro-Bonds geführt.