Finanz- und Vermögenslage


Das Auf und Ab an den Finanz- und Commodity Glossar-Märkten hat traditionelle Stärken von RWE in den Vordergrund gerückt: eine starke Bilanz, hohe und stabile operative Mittelzuflüsse sowie finanzielle Disziplin. Diese Stärken ermöglichen es uns, trotz der Finanzmarktkrise auf Wachstumskurs zu bleiben. Und sie sind die Basis für unser gutes Standing am Fremdkapitalmarkt. Trotz der geplanten Übernahme des niederländischen Energieversorgers Essent geben uns die führenden Rating Glossar-Agenturen nach wie vor hohe Bonitätsnoten.

Zentrale Finanzierung.

Die Finanzierung des RWE-Konzerns wird zentral von der RWE AG verantwortet. Nur in Einzelfällen nehmen unsere Tochtergesellschaften Kapital direkt auf, und zwar insbesondere dann, wenn die Nutzung lokaler Kredit- und Kapitalmärkte wirtschaftlich vorteilhaft ist. Daneben übernimmt die RWE AG die Koordination, wenn Konzerngesellschaften Haftungsverhältnisse eingehen. Sie entscheidet und steuert, in welcher Höhe Garantien oder Patronatserklärungen abgegeben werden. Die Bündelung dieser Aufgaben ist Grundvoraussetzung für eine zentrale Steuerung und Überwachung von Finanzrisiken. Außerdem stärken wir damit unsere Verhandlungsposition gegenüber Kreditinstituten, Geschäftspartnern, Vorlieferanten und Kunden.

Finanzielle Flexibilität.

Unseren Finanzbedarf decken wir großenteils mit den hohen und stabilen Mittelzuflüssen, die wir aus unserer laufenden Geschäftstätigkeit erzielen. Darüber hinaus können wir eine Reihe von Finanzierungsinstrumenten flexibel einsetzen. Hervorzuheben ist hier das Debt-Issuance-Programm Glossar (DIP), das der langfristigen Refinanzierung am Kapitalmarkt dient. Zum Jahresende 2008 lag das Nominalvolumen der ausstehenden Anleihen, die wir im Rahmen des DIP begeben haben, bei 10,2 Mrd. €. Im Zuge unseres Übernahmeangebots für Essent im Januar 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, den Spielraum für das DIP von 20 auf 30 Mrd. € anzuheben. Den Finanzbedarf bei einem Erwerb des niederländischen Energieversorgers können wir durch einen Zwischenkredit decken, den uns Banken zugesagt haben. Die Kreditlinie wurde auf 9 Mrd. € festgelegt. Als zusätzliche Liquiditätsreserve dient uns eine Kreditlinie über 3,6 Mrd. €. Davon stehen uns 1,6 Mrd. € bis Oktober 2009 und 2,0 Mrd. € bis Oktober 2011 zur Verfügung. Wir haben die Kreditlinie bisher nicht in Anspruch genommen. Bereits seit 2002 können wir ein Commercial-Paper Glossar-Programm über 5 Mrd. US$ für die kurzfristige Finanzierung am Geldmarkt nutzen. Zum 31. Dezember 2008 standen Commercial Paper von RWE im Gegenwert von 1,2 Mrd. US$ aus.

Weder die genannten Finanzierungsprogramme noch die Kreditlinie verpflichten uns dazu, bestimmte Zinszahlungs-, Verschuldungs- oder Mindestkapitalgrenzen einzuhalten, bei deren Verletzung wir zur vorzeitigen Rückzahlung oder zur Stellung von Sicherheiten verpflichtet wären. Ebenso wenig müssen wir ein vorgegebenes Rating einhalten.