Seit 1. Februar 2008 sind unsere Aktivitäten auf dem Gebiet erneuerbarer Energien in der neu gegründeten RWE Innogy gebündelt. Unser Ziel ist, die Kapazität zur Stromerzeugung aus regenerativen Energien bis 2012 auf 4,5 GW mehr als zu verdreifachen. Dabei steht aber nicht allein Wachstum im Vordergrund, sondern vor allem Wertsteigerung. Aktuell verfügt RWE Innogy über eine Erzeugungskapazität von 1,2 GW. Weitere 450 MW Glossar sind im Bau. Darüber hinaus entwickeln wir Projekte mit einem Volumen von etwa 12 GW. Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt auf Windkraft. Aber auch bei der Energiegewinnung aus Biomasse sind wir 2008 vorangekommen.
Im Bereich Offshore Wind, der Nutzung von Windenergie vor der Küste, haben wir das stärkste Wachstum erreicht. Die Erzeugungskapazität der Projekte in Bau oder in Betrieb wurde auf 400 MW mehr als verdoppelt; unsere Projektpipeline beläuft sich auf 7,2 GW. Unser Ziel ist, bis 2013 zu den drei größten Betreibern von Offshore-Windparks in Europa zu gehören. In Großbritannien errichten wir derzeit den Windpark Rhyl Flats vor der walisischen Küste mit einer Leistung von 90 MW. Wir wollen ihn 2009 in Betrieb nehmen. Außerdem hat sich RWE Innogy mit 50 % am Bau und Betrieb des Offshore-Windparks Greater Gabbard vor der Südostküste Englands beteiligt. Der Windpark soll nach seiner Fertigstellung im Jahr 2011 eine Kapazität von 509 MW Glossar erreichen. Die Partnerunternehmen RWE Innogy und Scottish and Southern Energy werden insgesamt 1,3 Mrd. £ (ohne Netzanbindung) dafür investieren. Die Bauarbeiten an Land sind bereits nahezu abgeschlossen, mit den Arbeiten auf See werden wir im Sommer 2009 beginnen. Ende 2008 haben wir die Genehmigung für den Bau des Offshore-Windparks Gwynt y Môr vor der walisischen Küste erhalten, der über eine installierte Leistung von 750 MW verfügen wird. Die vollständige Inbetriebnahme ist für 2014 vorgesehen. In Deutschland hat RWE Innogy die Rechte am Offshore-Windpark North Sea Windpower 3 (inzwischen umbenannt in „Innogy Nordsee 1“) erworben, dem mit voraussichtlich 960 MW größten geplanten Offshore-Windpark vor der deutschen Küste. Die Genehmigung für den Bau erwarten wir bis Ende 2009. Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Projekt beträgt rund 2,8 Mrd. €.
Wesentliche Fortschritte konnten wir auch im Bereich Onshore Wind erzielen, der Nutzung von Windenergie an Land. Mit der Übernahme des Windkraftbetreibers Urvasco Energía im Sommer 2008 hat RWE Innogy die Erzeugungskapazität auf dem spanischen Festland um 150 MW erhöht. Gemeinsam mit Fri-El Green Power, einem Entwickler und Betreiber von Kraftwerken auf Basis erneuerbarer Energien, werden wir Wind- und Biomasseprojekte in Italien entwickeln. Zu diesem Zweck wurde ein Joint Venture mit dem Namen Fri-El gegründet, an dem wir 50 % halten. Das Gemeinschaftsunternehmen verfügt bereits über ein stattliches Projektportfolio im Bereich der Windenergie. Davon entfallen 985 MW anteilig auf RWE Innogy. Auch in Polen, Ungarn und Tschechien haben wir die Weichen für den Bau und Betrieb neuer Onshore-Windkraftanlagen gestellt.
Unsere Biomasse-Aktivitäten konnten wir u.a. mit der Übernahme der englischen Gesellschaft Helius Energy Alpha Ltd. ausbauen. Helius hält die Rechte an der Entwicklung und dem Betrieb eines 65-MW-Biomassekraftwerks in Lincolnshire (East Midlands), mit dessen Bau voraussichtlich 2009 begonnen wird. RWE Innogy will etwa 260 Mio. € in das Projekt investieren. Die Anlage soll mit Restholz befeuert werden.