Wesentliche Ereignisse


Mit dem Börsengang von American Water haben wir 2008 unsere Fokussierung auf das Kerngeschäft Energie nahezu abgeschlossen. Das zurückliegende Geschäftsjahr war geprägt von der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie. Bei der Erweiterung und Modernisierung unseres Kraftwerksparks haben wir wichtige Etappen zurückgelegt. Auch beim Ausbau unserer Erzeugungskapazitäten auf Basis erneuerbarer Energien kamen wir mit hohem Tempo voran. Unseren größten Wachstumsschritt haben wir Anfang 2009 eingeleitet: Mit dem Übernahmeangebot für den niederländischen Energieversorger Essent streben wir eine führende Marktposition im Benelux-Raum an.

2008 in Kürze

Gründung einer Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien (Foto)

FEBRUAR

Gründung einer Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien

Die neue RWE Innogy geht am 1. Februar 2008 an den Start. In ihr bündeln wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet der regenerativen Energien. Wir wollen die Stromerzeugungs-Kapazität von RWE Innogy bis 2012 auf 4,5 Gigawatt mehr als verdreifachen. Der Schwerpunkt liegt auf Windkraftprojekten.

FEBRUAR

RWE wird Partner im Nabucco-Konsortium

Als sechster Vertragspartner steigen wir in das internationale Konsortium zur Planung und Errichtung der Nabucco-Gaspipeline ein, eines der wichtigsten europäischen Infrastrukturprojekte zur Sicherung der Erdgasversorgung. Die erste Ausbaustufe der Pipeline soll 2014 in Betrieb gehen.

MÄRZ

Startschuss für den Bau eines Steinkohlekraftwerks in Hamm

Startschuss für den Bau eines Steinkohlekraftwerks in Hamm (Foto)

Die beiden Blöcke mit einer Gesamtleistung von 1.530 Megawatt Glossar sollen 2011 ans Netz gehen. Mit einem Wirkungsgrad Glossar von 46  % erfüllen sie maximale technische Standards. Wir veranschlagen die Investitionssumme auf 2,1 Mrd. €. An dem Kraftwerk beteiligen sich 23 Stadtwerke aus vier Bundesländern. Sie werden über insgesamt 350 Megawatt verfügen.

APRIL

Erste Tranche von American Water an der New Yorker Börse platziert

Im Zuge des Börsengangs trennen wir uns von 39,5 % an dem amerikanischen Wasserversorger, der nicht zu unserem Kerngeschäft gehört. Wir erzielen dabei einen Erlös von rund 1,3 Mrd. US$. Unsere Absicht, bis Ende 2008 durch Platzierung weiterer Aktien die Mehrheit an American Water abzugeben, können wir wegen der unerwarteten Zuspitzung der Finanzmarktkrise nicht verwirklichen. Wir streben aber weiterhin den vollständigen Verkauf unserer Beteiligung an.

APRIL

RWE Supply & Trading geht an den Start

In dem neuen Unternehmensbereich führen wir RWE Trading und RWE Gas Midstream zusammen. Damit erfolgen Gasbeschaffung und Energiehandel jetzt aus einer Hand.

MAI

RWE erklärt Bereitschaft zum Verkauf des deutschen Gastransportnetzes (Foto)

RWE erklärt Bereitschaft zum Verkauf des deutschen Gastransportnetzes

Damit verständigen wir uns mit der EU auf eine Lösung in einem seit April 2007 laufenden kartellrechtlichen Verfahren gegen die RWE Transportnetz Gas GmbH. Wir sind überzeugt, nicht gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen zu haben, wollen mit der Einigung aber einen langjährigen Rechtsstreit vermeiden.

MAI

Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen

Von Februar bis Mai haben wir 31,7 Millionen RWE-Stammaktien über die Börse erworben. Dies entspricht einem Anteil von 5,6 % am Grundkapital und 6,1 % an den Stimmrechten der RWE AG. Für das Rückkaufprogramm wurden 2,5 Mrd. € eingesetzt.

MAI

Ausweitung der Aktivitäten in erneuerbaren Energien

RWE Innogy gründet mit Fri-El Green Power ein Joint Venture zur Entwicklung von Windkraft- und Biomasseanlagen in Italien. Kurz darauf erwirbt das Unternehmen den spanischen Windkraftbetreiber Urvasco Energía.

Einstieg in den LNG-Markt (Foto)

MAI

Einstieg in den LNG Glossar-Markt

RWE Supply & Trading übernimmt 50 % an Excelerate Energy. Excelerate ist spezialisiert auf den Transport von verflüssigtem Erdgas (LNG). Das US-Unternehmen betreibt LNG-Tanker, die verflüssigtes Erdgas an Bord regasifizieren können. Außerdem verfügt es über spezielle Anlandestationen in Großbritannien und den USA.

AUGUST

Standortentscheidung für klimafreundliches Kohlekraftwerk

Standortentscheidung für klimafreundliches Kohlekraftwerk (Foto)

Die Anlage mit 450 Megawatt Bruttoleistung soll in Hürth bei Köln gebaut und mit Braunkohle befeuert werden. Durch eine spezielle Technologie können wir 90 % des im Kraftwerksprozess entstehenden Kohlendioxids abtrennen und durch Einlagerung in geologischen Gesteinsschichten von der Atmosphäre fernhalten. Mögliche Speicherstätten erkunden wir in Schleswig-Holstein.

SEPTEMBER

RWE als strategischer Investor für Kernkraftwerk in Bulgarien ausgewählt

Die staatliche bulgarische Elektrizitätsgesellschaft NEK will gemeinsam mit RWE am Standort Belene zwei Kernkraftwerksblöcke mit je 1.000 Megawatt Glossar Kapazität bauen und betreiben. Unseren Anteil an dem Projekt von 49 % wollen wir mit einem Partner teilen. Wir werden aber nur investieren, wenn höchste Standards in puncto Sicherheit und Transparenz eingehalten werden.

NOVEMBER

Einstieg in britisches Offshore-Windparkprojekt

RWE Innogy beteiligt sich mit 50 % am Bau und Betrieb des britischen Offshore-Windparks Greater Gabbard. Projektpartner ist Scottish and Southern Energy. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 2011 soll der Windpark über eine Gesamtleistung von 509 Megawatt verfügen.

NOVEMBER

Erfolgreiche Rückkehr an den Anleihenmarkt

Erstmals seit 2004 begibt RWE wieder Anleihen: In einem schwierigen Marktumfeld platzieren wir zwei Euro-Bonds über insgesamt 2 Mrd. € zu günstigen Konditionen am Markt. Sie haben Laufzeiten von fünf und zehn Jahren. Die hohe Nachfrage zeigt, dass wir als solide finanziertes Unternehmen gelten.

DEZEMBER

Einstieg in das deutsche Offshore-Windgeschäft

Einstieg in das deutsche Offshore-Windgeschäft (Foto)

Unser erstes großes Windkraftprojekt in Deutschland nimmt Gestalt an: Wir erwerben die Rechte für den Bau von rund 960 Megawatt vor der deutschen Küste. Der Windpark „Innogy Nordsee 1“ soll auf einer Fläche von 150 Quadratkilometern vor Juist entstehen und bis 2015 fertiggestellt sein. Die Investitionen für das Projekt belaufen sich auf 2,8 Mrd. €.