Buchwerte und Nettoergebnisse


Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

Buchwerte nach Bewertungskategorien
in Mio. €

31.12.08

31.12.07

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte

12.889

5.418

Davon: zu Handelszwecken gehalten

(12.889)

(5.418)

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

8.416

11.869

Kredite und Forderungen

17.687

14.197

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten

12.148

5.289

Davon: zu Handelszwecken gehalten

(12.148)

(5.289)

Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten

24.056

19.182

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich von IFRS 7 entsprechen grundsätzlich ihren beizulegenden Zeitwerten. Lediglich bei den Finanzverbindlichkeiten der Bewertungskategorie „zu (fortgeführten) Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten“ weicht der Buchwert in Höhe von 11.503 Mio. € (Vorjahr: 10.429 Mio. €) vom beizulegenden Zeitwert in Höhe von 11.923 Mio. € (Vorjahr: 10.712 Mio. €) ab.

Finanzinstrumente wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen gemäß IFRS 7 erfasst:

Nettoergebnisse gemäß IFRS 7 aus Finanzinstrumenten
in Mio. €

2008

2007

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

1.188

434

Davon: zu Handelszwecken gehalten

(1.188)

(434)

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

91

753

Kredite und Forderungen

-575

-259

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten

-837

-991

Das Nettoergebnis gemäß IFRS 7 umfasst im Wesentlichen Zinsen, Dividenden und Ergebnisse aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert.

Im Berichtsjahr wurden Wertänderungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte in Höhe von -447 Mio. € (Vorjahr: -143 Mio. €) erfolgsneutral im Accumulated Other Comprehensive Income erfasst. Ursprünglich erfolgsneutral gebuchte Wertänderungen aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten wurden im Berichtsjahr in Höhe von 217 Mio. € als Aufwand (Vorjahr Ertrag: 283 Mio. €) realisiert.

Der RWE-Konzern ist als international tätiges Utility-Unternehmen bei seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kredit-, Liquiditäts- und Marktrisiken ausgesetzt. Marktrisiken resultieren insbesondere aus Änderungen von Commodity Glossar-Preisen, Währungskursen, Zinssätzen und Aktienkursen.

Diese Risiken werden durch ein systematisches Risikomanagement begrenzt. Ihnen wird u.a. durch Sicherungsgeschäfte begegnet. Auch die Konzernunternehmen unterliegen einem strikten Risikomanagement. Interne Richtlinien geben Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen verbindlich vor.

Derivative Finanzinstrumente werden eingesetzt, um Währungs-, Commodity- und Zinsänderungsrisiken aus dem operativen Geschäft sowie Risiken aus Geldanlagen und Finanzierungsvorgängen abzusichern. Als Instrumente dienen dabei vor allem Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps, Zins-Währungs-Swaps sowie Commodity-Termingeschäfte, -Optionen, -Futures und -Swaps. Zusätzlich dürfen Derivate im Rahmen festgelegter Limite zu Eigenhandelszwecken eingesetzt werden.

Ausführliche Angaben zu den Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, sowie zu den Zielen und Prozessen des Risikomanagements enthält das Kapitel „Entwicklung der Chancen und Risiken“ im Lagebericht.

Bilanzielle Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 bestehen vor allem zur Absicherung von Währungsrisiken aus Beteiligungen mit ausländischer Funktionalwährung, zur Sicherung von Fremdwährungsverbindlichkeiten und Zinsrisiken aus langfristigen Verbindlichkeiten sowie zur Absicherung von Preisrisiken aus Absatz- und Beschaffungsgeschäften.