(30) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten


Die Finanzinstrumente lassen sich in originäre und derivative Finanzinstrumente untergliedern.

Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die übrigen Finanzanlagen, die Forderungen, die kurzfristigen Wertpapiere und die flüssigen Mittel. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sind mit dem beizulegenden Zeitwert, die übrigen finanziellen Vermögenswerte mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte ergeben sich aus den Börsenkursen oder werden mit anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt. Für die Bewertung von Commodity Glossar-Derivaten werden Notierungen an aktiven Märkten (z.B. Börsenkurse) herangezogen. Liegen keine solchen Notierungen vor, weil z.B. der Markt keine ausreichende Liquidität aufweist, werden beizulegende Zeitwerte auf der Grundlage anerkannter Bewertungsmodelle ermittelt. Dabei wird – soweit möglich – auf Notierungen auf aktiven Märkten als Eingabeparameter zurückgegriffen. Sollten auch diese nicht vorliegen, fließen unternehmensspezifische Planannahmen in die Bewertung ein. Diese beinhalten alle Marktfaktoren, die auch andere Marktteilnehmer für die Preisfestsetzung berücksichtigen würden.

Commodity-Forwards, -Futures, -Optionen und -Swaps werden – sofern sie in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen – grundsätzlich zu ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag bilanziert. Börsengehandelte Produkte werden mit den veröffentlichten Schlusskursen der jeweiligen Börsen bewertet. Nicht börsengehandelte Produkte werden mit den Marktteilnehmern zugänglichen Brokerquotierungen oder – falls nicht vorhanden – mithilfe allgemein anerkannter Bewertungsmodelle bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte bestimmter langfristiger Bezugs- oder Absatzverträge werden – sofern keine Marktdaten vorliegen – mithilfe anerkannter Bewertungsmodelle berechnet, für die interne Daten herangezogen werden.

Aktienkäufe und -verkäufe börsennotierter Gesellschaften auf Termin werden auf Basis der Börsenkurse der dem Geschäft zugrunde liegenden Aktien bewertet; die Börsenkurse werden dazu um die jeweiligen Zeitkomponenten bereinigt.

Die künftigen Zahlungsströme aus zur Absicherung von Zinsrisiken eingesetzten Finanzinstrumenten werden mithilfe aktueller restlaufzeitkongruenter Marktzinssätze abgezinst, um ihren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag zu ermitteln.