Erläuterungen zu den immateriellen Vermögenswerten


Im Berichtsjahr wurden insgesamt 105 Mio. € (Vorjahr: 74 Mio. €) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Entwicklungsausgaben wurden in Höhe von 105 Mio. € (Vorjahr: 52 Mio. €) aktiviert.

Auf immaterielle Vermögenswerte aus der Explorationstätigkeit Glossar entfällt ein Buchwert in Höhe von 320 Mio. € (Vorjahr: 209 Mio. €).

Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests (Impairment-Tests) sind die Geschäfts- oder Firmenwerte den Zahlungsmittel generierenden Einheiten auf Ebene der Geschäftssegmente zugeordnet worden. Die Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen:

Geschäfts- oder Firmenwerte
in Mio. €

31.12.08

31.12.07

RWE Power

404

365

RWE Dea

30

30

RWE Supply & Trading

434

434

RWE Energy

5.253

5.003

RWE npower

2.636

3.876

RWE Innogy

389

 

 

9.146

9.708

Von den Geschäfts- oder Firmenwerten der RWE Energy waren 668 Mio. € gemäß IAS 32 anzusetzen. Dabei handelt es sich um Geschäfts- oder Firmenwerte aus gewährten Andienungsrechten (Put-Optionen) von Minderheitenanteilen. Die Vorjahreszahl in Höhe von 1.241 Mio. € beinhaltete auch den Terminkauf von Minderheitenanteilen an der RWE Westfalen-Weser-Ems AG, Dortmund, welcher nunmehr nach den allgemeinen Vorschriften in den Geschäfts- oder Firmenwerten enthalten ist.

Im Berichtsjahr sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 332 Mio. € zugegangen (Vorjahr: Abgang 2.090 Mio. €).

Zugänge ergaben sich in Höhe von 111 Mio. € durch Unternehmenserwerbe bei RWE Innogy. Eine Erhöhung der kurzfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten aus gewährten Andienungsrechten (Put-Optionen) führte zu einer ergebnisneutralen Anpassung der Geschäfts- oder Firmenwerte bei RWE Energy in Höhe von 135 Mio. €. Aufgrund von nachträglichen Anpassungen im Zusammenhang mit der Fusion mit der VEW AG im Jahr 2000 wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte der RWE Energy und der RWE Power um insgesamt 130 Mio. € erhöht.

Aufgrund konzerninterner Umstrukturierungen hat RWE npower Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 329 Mio. € auf das Geschäftssegment RWE Innogy übertragen.

Der Firmenwert von RWE npower wurde gemäß IAS 12.68 um 84 Mio. € (Vorjahr: 138 Mio. €) reduziert, da Steuervorteile aus Zeiträumen vor der Erstkonsolidierung realisiert wurden. Im Vorjahr ergaben sich im Wesentlichen Abgänge in Höhe von 1.789 Mio. € durch den Ausweis der American Water-Gruppe als nicht fortgeführte Aktivitäten.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte der fortgeführten Aktivitäten vorgenommen. Währungseinflüsse minderten die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte um 894 Mio. € (Vorjahr: 520 Mio. €).

Beim Impairment-Test wird der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheiten durch das Maximum aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert bestimmt. Der beizulegende Zeitwert spiegelt die bestmögliche Schätzung des Betrags wider, für den ein unabhängiger Dritter die Zahlungsmittel generierende Einheit am Bilanzstichtag erwerben würde. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cash Flows, die voraussichtlich mit einer Zahlungsmittel generierenden Einheit erzielt werden können. Zum Bilanzstichtag lagen sowohl die beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten als auch die Nutzungswerte über den Buchwerten der Zahlungsmittel generierenden Einheiten.

Der beizulegende Zeitwert und der Nutzungswert werden auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird aus unternehmensexterner Sicht, der Nutzungswert aus unternehmensinterner Sicht bestimmt. Der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes und des Nutzungswertes liegen Cash-Flow-Planungen zugrunde, die auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen Mittelfristplanung für eine Periode von grundsätzlich drei Jahren basieren. In diese Planungen fließen Erfahrungen ebenso ein wie Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes werden – falls vorhanden – Markttransaktionen oder Bewertungen Dritter für ähnliche Vermögenswerte innerhalb derselben Branche berücksichtigt.

Die Mittelfristplanung basiert auf länderspezifischen Annahmen über die Entwicklung wichtiger makroökonomischer Größen, z.B. des Bruttoinlandsprodukts, der Verbraucherpreise, des Zinsniveaus und der Nominallöhne. Diese Einschätzungen werden u.a. aus volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleitet.

Zentrale Planungsannahmen für die auf den europäischen Strom- und Gasmärkten tätigen Unternehmensbereiche sind die Entwicklung der Großhandelspreise für Strom, Rohöl, Erdgas, Kohle und CO2-Emissionsrechte, die Endverbraucherpreise für Strom und Gas sowie die Entwicklung der Marktanteile und die regulatorischen Rahmenbedingungen.

Die im Rahmen der Unternehmensbewertung verwendeten Diskontierungssätze werden auf der Basis von Marktdaten ermittelt und liegen für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten nach Steuern zwischen 6,1 und 9,8 % (Vorjahr: 6,5 und 8,5 %). Vor Steuern belaufen sich die Diskontierungssätze auf 8,1 bis 17,3 % (Vorjahr: 9,5 bis 13,0 %).

RWE verwendet für die Extrapolation der Cash Flows über den Detailplanungszeitraum hinaus konstante Wachstumsraten zwischen 0,0 und 0,5 % (Vorjahr: 0,0 und 0,5 %). Diese Werte sind bereichsspezifisch aus Erfahrungen und Zukunftserwartungen abgeleitet und überschreiten jeweils nicht die langfristige durchschnittliche Wachstumsrate für die Märkte, in denen die Unternehmen tätig sind. Die Cash-Flow-Wachstumsraten werden abzüglich der Investitionen ermittelt, die notwendig sind, um das angenommene Cash-Flow-Wachstum zu erzielen.