Schätzungen und Beurteilungen des Managements


Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen gemacht werden, die sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualschulden auswirken.

Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich u.a. auf die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist u.a. der Abzinsungsfaktor eine wichtige Schätzgröße. Der Abzinsungsfaktor für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen ermittelt. Infolge der aktuellen Krise an den Finanzmärkten sind die im Vergleich zu Staatsanleihen für Industrienanleihen zu gewährenden Zinsaufschläge stark angestiegen. Die Bandbreite der am Markt zu beobachtenden Renditen der erstklassigen Industrieanleihen, aus denen der Rechnungszins abgeleitet wird, ist ebenfalls stark ausgeweitet. Der Anstieg des Rechnungszinses führt zu einer Reduzierung des Barwertes der Pensionsverpflichtung und damit zu einem Anstieg des Eigenkapitals. Eine Erhöhung oder Verminderung des Abzinsungsfaktors um einen Prozentpunkt würde den Barwert der Verpflichtung aus betrieblichen Altersversorgungsplänen in Deutschland um 1.057 Mio. € reduzieren bzw. um 1.269 Mio. € erhöhen. Bei den Konzerngesellschaften in Großbritannien hätte eine solche Veränderung des Abzinsungsfaktors eine Verminderung der Pensionsverpflichtung um 367 Mio. € bzw. eine Erhöhung um 451 Mio. € zur Folge.

Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen, die regelmäßig angepasst werden. Aus heutiger Sicht sind keine Änderungen dieser Annahmen zu erwarten, die dazu führen, dass der erzielbare Betrag die Buchwerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten im Geschäftsjahr 2009 unterschreitet.

Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern kann allerdings von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen.

Weitere Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen, sind bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten aufgeführt.

Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte künftige wirtschaftliche Umfeld in den Branchen und Regionen, in denen der Konzern tätig ist, berücksichtigt. Sollten sich die Rahmenbedingungen entgegen unseren Annahmen entwickeln, können die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten abweichen. In solchen Fällen werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden angepasst.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen.