
Die Lage an den Kreditmärkten war insbesondere in der zweiten Jahreshälfte von der Krise am Hypothekenmarkt in den USA geprägt. Steigende Zinsen und fallende US-Immobilienpreise waren ausschlaggebend dafür, dass vor allem Schuldner mit geringerer Bonität ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen konnten. Dies führte zu einer breiten Verunsicherung der Anleger, die sich zu Beginn des Jahres 2008 noch verstärkte; immer mehr Banken berichteten über Verluste aus Hypothekengeschäften und damit verbundenen Finanzinstrumenten. Allgemein wurde befürchtet, die Hypothekenkrise könnte zum Konjunkturrisiko werden. In der Folge erhöhten sich am Kreditmarkt die Risikoaufschläge bei Unternehmensanleihen. Auch bei den RWE-Titeln zeigte sich diese Entwicklung. Die Preise für die Absicherung des RWE-Kreditrisikos über fünfjährige Credit Default Swaps (CDSGlossar) erreichten im Januar 2008 mit 52 Basispunkten einen vorläufigen Höchststand. Anfang 2007 hatten sie noch bei 15 gelegen. Der europäische CDS-Index iTraxx Europe, gebildet aus den CDS-Preisen von 125 großen europäischen Unternehmen, überschritt im Januar 2008 die Marke von 70 Basispunkten.
