Aufbauorganisation des Risikomanagements.
Im RWE-Konzern sorgt ein unternehmensübergreifendes Risikomanagementsystem dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt, standardisiert erfasst, bewertet, gesteuert und überwacht werden. Wir haben auf Konzernebene und in unseren Unternehmensbereichen Risikomanagement-Ausschüsse gebildet. Diese sind für die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems zuständig und erarbeiten die Regeln für den Risikomanagementprozess. Basis dafür ist eine konzerneinheitliche Risikomanagement-Richtlinie.
Der Vorstand der RWE AG hat für das Management von Rohstoffpreisrisiken und den aus Handels-, Vertriebs- und Beschaffungsaktivitäten resultierenden Kreditrisiken zusätzlich ein Risikokomitee eingesetzt. Dieses Gremium trifft sich monatlich. Wir stellen damit eine enge Überwachung dieser für uns zentralen Risiken sicher. Der Finanzvorstand der RWE AG ist als Vorsitzender des Risikokomitees verantwortlich für die Planung, Steuerung und Kontrolle der vorgenannten Risiken. Bei seinen Entscheidungen unterstützen ihn der Leiter Risikomanagement und der Leiter Finanzen der RWE AG. Dem Risikokomitee gehörten 2007 außerdem die Finanzvorstände der RWE Power, RWE Energy und RWE npower sowie die für das Risikocontrolling bzw. den Finanzbereich zuständigen Geschäftsführer der RWE Trading und der RWE Gas Midstream an. Sie sorgten für eine einheitliche Umsetzung der Richtlinien des Risikokomitees in ihren jeweiligen Organisationseinheiten. Das Risikokomitee wird künftig unserer neuen Organisationsstruktur Rechnung tragen. Über die genaue Zusammensetzung des Gremiums werden wir im Laufe des Jahres 2008 entscheiden.

Risikomanagement-Prozess.
Ziel unseres Risikomanagements ist es, möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und ihre finanziellen Auswirkungen zu gewinnen, um mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern zu können. Innerhalb des Planungs- und Controllingprozesses sollen aber auch Chancen erkannt und soll das damit verbundene Ergebnispotenzial genutzt werden. Wir bewerten die Risiken anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der möglichen Schadenshöhe und fassen sie auf Ebene der Business Units und Unternehmensbereiche wie auch auf Konzernebene zusammen. Außerdem wird die mögliche Schadenshöhe dem betrieblichen Ergebnis sowie dem Eigenkapital der jeweiligen Unternehmenseinheit und des Konzerns gegenübergestellt. Dadurch können wir die aktuelle Risikosituation systematisch und konzerneinheitlich analysieren sowie auf dieser Basis konkrete Risikosteuerungsmaßnahmen ableiten. Die Risikoberichterstattung ist vollständig in den standardisierten Planungs- und Controllingprozess integriert. Die Führungs- und Aufsichtsgremien des RWE-Konzerns werden regelmäßig über die aktuelle Risikosituation informiert. Die Effizienz und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird intern überwacht.
Chancen- und Risikokategorien. Die wichtigsten Chancen und Risiken für den RWE-Konzern lassen sich folgenden Kategorien zuordnen:
- Zukunft des Unternehmens und gesamtwirtschaftliche Veränderungen
- Schwankungen von Rohstoff- und Produktpreisen
- Schwankungen finanzwirtschaftlicher Preise
- Bonität von Geschäftspartnern
- Liquidität
- Kontinuität des Geschäftsbetriebs
- Regulierung
- IT-Sicherheit
- Investitions- und Desinvestitionsprojekte
- Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter
- Rechtliche Verfahren
