Verlauf   

Der bereits 2006 beobachtete Preisverfall bei CO2-Emissionsrechten für das Jahr 2007 setzte sich fort. Die Notierungen hatten Anfang 2007 noch bei 6,50 € je Tonne CO2 gelegen. Sie fielen im Februar erstmals unter die Ein-Euro-Marke; zum Jahresende betrugen sie gerade noch zwei Cent. Im Markt hatte sich die Erwartung durchgesetzt, dass den Unternehmen in der ersten Handelsperiode (2005 bis 2007) in ausreichendem Umfang Zertifikate zur Verfügung stehen würden. Bestätigt wurde diese Einschätzung durch die Emissionsbilanzen der EU-Länder für 2005 und 2006. In beiden Jahren war der CO2-Ausstoß der vom Emissionshandel erfassten Anlagen in Summe niedriger als die Zahl der vergebenen Zertifikate. Für die zweite Handelsperiode (2008 bis 2012) wird dagegen mit einer deutlichen Verknappung der Zertifikate gerechnet. Hintergrund ist, dass die nationalen Allokationspläne ab 2008 zum Teil erhebliche Kürzungen bei den Emissionsobergrenzen vorsehen. Dies zeigt sich in den Preisen der Emissionsberechtigungen für 2008, die im zurückliegenden Geschäftsjahr mit durchschnittlich 20 € je Tonne CO2 gehandelt wurden. Die starken Preisunterschiede zwischen 2007er- und 2008er-Zertifikaten konnten deshalb zustande kommen, weil Emissionszertifikate für die erste Handelsperiode nicht in die zweite Handelsperiode übertragen werden dürfen.

Entwicklung der Preise für CO2-Zertifikate im europäischen Emissionshandel (Liniendiagramm)

 

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