Verlauf   

Auch auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien bauen wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten deutlich aus. Ein Schwerpunkt ist die Erschließung weiterer Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse zur Strom- und Wärmeerzeugung. In einem Pilotkraftwerk mit einer Kapazität von 700 kW untersucht RWE Innogy in Zusammenarbeit mit der Universität Bochum die Verwendung von Mais-Silage in der Biogaserzeugung und erforscht Möglichkeiten zur Steigerung der Gasausbeute. Zudem haben wir bereits mit Vorarbeiten für ein Projekt begonnen, das die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität und die anschließende Einspeisung in das Gasnetz ermöglichen soll. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Untersuchungen zur Leistungssteigerung von Windenergieanlagen und deren optimale Integration in das Stromnetz. Hier konzentrieren wir uns auf die Verbesserung von Windvorhersagen und der Zuverlässigkeit der Anlagen. Eine große Herausforderung stellen dabei Bau, Netzanschluss und Betrieb von Offshore-Windenergieanlagen dar.

RWE Innogy investiert auch in Technologien, mit deren Hilfe Strom aus Gezeiten- und Wellenbewegungen erzeugt werden kann. In enger Zusammenarbeit mit einem führenden Anlagenlieferanten bemühen wir uns derzeit um eine Genehmigung für das erste kommerzielle Demonstrationsprojekt für Meeres-/Gezeitenströmungsturbinen vor der Küste von Anglesey in Wales mit einer installierten Leistung von 10,5 MWGlossar. Daneben planen wir ein Wellenkraftwerk mit 4 MW Kapazität vor der schottischen Hebrideninsel Lewis. Hier werden 40 Generatoren entlang einer 250 Meter langen Hafenmole Strom aus der Meeresbrandung erzeugen. Zudem verfolgt RWE Innogy mehrere Demonstrationsprojekte zur Nutzung geothermischer Energie.

Ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von RWE Innogy sind Investitionen in junge Technologiefirmen. Im Vordergrund steht die Finanzierung der Unternehmen in ihrer Gründungs- oder Wachstumsphase. Damit leisten wir einen wichtigen Anschub von Zukunftstechnologien in Deutschland und Europa.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien stellt die Stromversorger in vielfacher Hinsicht vor neue Herausforderungen. So werden in Zukunft die stark schwankenden Stromeinspeisungen zunehmen. Daher ist es wichtig, frühzeitig neue Konzepte für eine effiziente Speicherung zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund hat RWE Power im Dezember 2007 mit General Electric (GE) die Entwicklung eines Druckluftspeicherkraftwerks vereinbart. Am Anfang des Projekts soll eine Machbarkeitsstudie stehen, die als Basis für ein Entwicklungsprogramm dient. Anschließend soll eine Demonstrationsanlage errichtet werden. In einem Druckluftspeicherkraftwerk wird – zu Zeiten eines hohen Stromangebots – Luft komprimiert und zur Speicherung in unterirdische Kavernen gepresst. Diese Druckluft kann im Bedarfsfall zur Stromerzeugung genutzt werden. Eine große Herausforderung bei diesem Projekt liegt in der Entwicklung geeigneter Komponenten, insbesondere im Bereich der Kompressor- und Wärmespeichertechnik, die für hohe Wirkungsgrade von Druckluftspeicherkraftwerken erforderlich sind.


 

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