RWE Logo

Optimiertes Drucken

    

Bau von zwei Gaskraftwerken gestartet.

Im Juni 2007 haben wir an unserem deutschen Standort Lingen mit dem Bau einer Gas-und-Dampfturbinen-Anlage (GuD) begonnen. Wir veranschlagen das Investitionsvolumen auf etwa 500 Mio. €. Das Kraftwerk wird über eine Nettoleistung von 875 MW verfügen und soll 2009 den Betrieb aufnehmen. Eine weitere GuD-Anlage errichten wir im britischen Staythorpe (Nottinghamshire). Hier haben wir im Oktober 2007 den Grundstein gelegt. Das Kraftwerk wird vier Blöcke mit einer Leistung von zusammen 1.650 MW umfassen. Wir veranschlagen das Investitionsvolumen mit rund 900 Mio. €; der erste Kraftwerksblock soll 2010 ans Netz gehen.

Weitere Kraftwerksprojekte befinden sich noch in der Genehmigungsphase. Unter anderem wollen wir im britischen Pembroke eine GuD-Anlage mit einer Gesamtleistung von 2.000 MW errichten. Außerdem planen wir neue Steinkohle-Doppelblöcke an den Standorten Hamm (Deutschland) und Eemshaven (Niederlande) mit einer Kapazität von 1.530 MW bzw. 1.560 MW. Diese Projekte haben wir bereits im Geschäftsbericht 2006 erläutert.

Ein weiterer Steinkohle-Doppelblock mit einer Leistung von 1.530 MW war für den deutschen Standort Ensdorf vorgesehen. Dieses Projekt haben wir wegen mangelnder Akzeptanz in der Bevölkerung aufgegeben. Für den Bau des Doppelblocks wäre eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich gewesen, die bei einer Bürgerbefragung keine Mehrheit fand.

Massiver Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Ende 2007 haben wir die Gründung einer neuen Gesellschaft beschlossen, in der wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien bündeln. Das neue Unternehmen hat am 1. Februar 2008 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Es firmiert unter dem Namen „RWE Innogy“ und ist unmittelbar der RWE AG zugeordnet. RWE Innogy übernimmt den Großteil unserer bestehenden Erzeugungskapazität aus regenerativen Energien und soll ab 2008 durchschnittlich mindestens 1 Mrd. € pro Jahr in neue Anlagen investieren. Wir wollen unsere Stromerzeugungskapazität auf diesem Gebiet bis 2012 mehr als verdreifachen. Der Schwerpunkt liegt auf Windkraftprojekten. Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy ist Prof. Dr. Fritz Vahrenholt (58), der sich durch seine frühere unternehmerische Tätigkeit und die Wahrnehmung umweltpolitischer Aufgaben hohes Renommee erworben hat.

RWE zählt bereits heute zu den größten Betreibern von Windkraftanlagen in Großbritannien. Weitere Schwerpunkte sind Wasser- und Biomasseprojekte in ganz Europa. Mit North Hoyle vor der walisischen Küste betreiben wir bereits einen großen Offshore-Windpark, der über eine Gesamtleistung von 60 MW verfügt. Im Juli 2007 haben wir in unmittelbarer Nähe mit dem Bau unseres zweiten Offshore-Windparks Rhyl Flats begonnen. Die Anlage mit einer Leistung von 90 MW soll Mitte 2009 den Betrieb aufnehmen. Das Investitionsvolumen wird auf 280 Mio. € veranschlagt. Daneben leisten wir Vorarbeiten für den Offshore-Windpark Gwynt y Môr, ebenfalls nahe der walisischen Küste. Wir werden hierfür voraussichtlich rund 2 Mrd. € einsetzen. Die Baugenehmigung für dieses Projekt steht noch aus. Mit 750 MW wäre Gwynt y Môr einer der größten Offshore-Windparks weltweit. Die ersten Turbinen könnten dort 2012 ans Netz gehen.