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RWE Innogy: Deutlicher Anstieg der Strom- und Gaspreise in Großbritannien

Erhöhung der Strompreis in Großbritannien, damit wurde der bis Mitte 2002 zu beobachtende Abwärtstrend endgültig gebrochen

Robustes Wirtschaftswachstum und kühle Wintertemperaturen regten den Energieverbrauch in Großbritannien an. Die Stromnachfrage legte vor allem konjunkturbedingt um 1,5 % zu. Wegen Witterungseinflüssen stieg auch der Erdgasverbrauch an. Dagegen war der Gaseinsatz in der Stromerzeugung wegen des hohen Preisniveaus stark rückläufig. Insgesamt lagen die Gasverbrauchsmengen etwa auf Vorjahresniveau. Strom- und Gaspreise in Großbritannien haben 2003 deutlich angezogen. Im Stromgroßhandel hat sich dabei die seit Mitte 2002 beobachtete Erholung noch beschleunigt. Die Marktteilnehmer gehen offenbar von einer weiteren Verknappung der Erzeugungskapazitäten aus.
 
Außerdem haben sich die Steinkohlepreise seit Mitte 2003 stark erhöht. Terminkontrakte über Stromlieferungen 2004 verteuerten sich dementsprechend. Sie stiegen im Grundlastbereich um 15 % auf durchschnittlich 19,26 £ bzw. 27,32 € je MWh und im Spitzenlastbereich um 24 % auf 25,29 £ bzw. 35,88 € je MWh. Am britischen Endkundenmarkt waren die Preise hingegen noch von den niedrigen Termin-Notierungen aus dem Jahr 2002 beeinflusst. Für Industriekunden lagen sie um rund 5 % unter Vorjahr. Bei Haushaltskunden war ein Anstieg um nur 1 % zu verzeichnen, obwohl die Energieversorger gestiegene Aufwendungen für staatliche Klimaschutz-Programme zu tragen hatten. Die Spotmarktpreise für Erdgas haben sich im Jahresdurchschnitt um 15 % erhöht. Neben gestiegenen Ölpreisen beeinflusst hier auch die absehbare Veränderung der Position Großbritanniens zu einem Nettoimportland zunehmend die Preisentwicklung.