Das RWE-Wertmanagement
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Unsere ermitteln wir als gewichteten Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten. Die Eigenkapitalkosten erfassen die über eine risikolose Anlage hinausgehende, unternehmensspezifische Renditeerwartung des Marktes bei einer Investition in die RWE-Aktie. Die Fremdkapitalkosten orientieren sich an den langfristigen Finanzierungskonditionen im RWE-Konzern und berücksichtigen die steuerliche Abzugsfähigkeit von Fremdkapitalzinsen (Tax Shield).
Für das Fremdkapital legen wir im Konzern einen Kostensatz vor Steuern von 6,0 % zu Grunde. Beim Eigenkapital nehmen wir den Zinssatz für eine risikolose Anlage in Höhe von 5,5 % als Basis und addieren konzern- sowie bereichsspezifische Risikoaufschläge. Das Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital haben wir nicht anhand von Buchwerten aus der Bilanz abgeleitet, sondern eine Relation von 30/70 unterstellt. Insgesamt kommen wir so für das Jahr 2003 auf Kapitalkosten für den RWE-Konzern von 9,0 % vor Steuern. Im Vorjahr hatte der Satz noch bei 9,5 % gelegen. Die Differenz von ROCE und Kapitalkostensatz ergibt den relativen Wertbeitrag. Durch Multiplikation mit dem eingesetzten betrieblichen Vermögen erhält man den absoluten Wertbeitrag, den wir als zentrale Steuerungsgröße einsetzen. Je höher dieser ausfällt, desto attraktiver ist die jeweilige Aktivität für unser Portfolio. Er ist damit das entscheidende Kriterium für die Beurteilung von Investitionen.
Der Wertbeitrag ist zugleich Maßstab für die Bonuszahlungen an die Führungskräfte des RWE-Konzerns. Ab 2004 werden wir uns bei der variablen Entlohnung außerdem am Free Cash Flow orientieren.

Facts & Figures