RWE Power fungiert als „Upstream-Zentrale“ des Konzerns. Hier haben wir die Kraftwerksparks der „alten“ RWE Power, RWE Rheinbraun und Harpen, die Braunkohletagebaue sowie die Gas- und Ölförderung von RWE Dea zusammengefasst.
RWE Energy verantwortet als „Downstream-Zentrale“ den Strom-, Gas- und Wasserabsatz in Kontinentaleuropa. Sie fasst die Vertriebsaktivitäten von RWE Plus, die Netzaktivitäten von RWE Net, das Industriekunden-Geschäft von RWE Solutions und unsere kontinentaleuropäischen Gasaktivitäten zusammen. Außerdem ist RWE Energy verantwortlich für den Großteil des deutschen Wassergeschäfts. Unter dem Dach des Unternehmens operieren sechs regional integrierte Energiegesellschaften in Deutschland und weitere sechs in unseren übrigen kontinentaleuropäischen Märkten. Auch für das Fernleitungsgeschäft für Strom und Gas in Deutschland und Tschechien gibt es jetzt eigene Gesellschaften.
RWE Innogy ist weiterhin Führungsgesellschaft für das britische Strom- und Gasgeschäft. Damit tragen wir den Besonderheiten des britischen Marktes und seiner nur geringen Kopplung mit dem kontinentaleuropäischen Energiemarkt Rechnung. Das Handelsgeschäft hat RWE Innogy dagegen abgegeben. Es wurde zum 1. Januar 2004 auf die RWE Trading übertragen. Erhebliche Einsparungen in Höhe von 100 Mio. € erzielen wir bis 2006 über die Zusammenfassung von Querschnittsfunktionen mit unserem Wasserversorger RWE Thames Water. Geplant ist außerdem, wesentliche Funktionen der Kundenservice-Bereiche zusammenzuführen. Damit wollen wir nicht nur Kosten senken, sondern auch die Voraussetzungen dafür schaffen, Strom und Gas zukünftig an Wasserkunden zu verkaufen. Die Rahmenbedingungen hierfür sind in Großbritannien deutlich günstiger als derzeit noch in Deutschland.
RWE Trading ist die Drehscheibe im Konzern für alle handelbaren Commodities, wie Strom, Gas, Öl und Kohle, und operiert gleichberechtigt neben den großen Führungsgesellschaften. Das entspricht der zunehmend wichtigeren Rolle des Tradings als Risiko-Manager mit seiner unverzichtbaren konzerninternen Schiedsrichterfunktion.
RWE Thames Water ist nach wie vor als Führungsgesellschaft für das Wassergeschäft verantwortlich. Seit 1. Januar 2004 arbeitet das Unternehmen mit einer verschlankten Organisationsstruktur und konzentriert sich auf zwei statt bisher vier Schlüsselmärkte: Die Regionen „Americas“ und „Europe“ enthalten das Kerngeschäft, dessen Schwerpunkte regulierte Aktivitäten in Nordamerika und Großbritannien sind. Zentrale Funktionen werden zusammengelegt. Eine dritte Organisationseinheit „International“ fasst alle Aktivitäten außerhalb der beiden Kernregionen und damit das Nicht-Kerngeschäft zusammen. Die neue Organisation des Wassergeschäfts ermöglicht eine Kostensenkung um 60 Mio. € mit voller Wirksamkeit ab 2006.
RWE Umwelt steuert weiterhin die Umweltdienstleistungen des Konzerns. Der Bereich war wegen nur geringer Synergiepotenziale nicht Teil der Reorganisation. RWE Systems bleibt unser konzerninterner Dienstleister.