Flexibler – effizienter – schlagkräftiger: die Vorteile der neuen Konzernstruktur
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Die vier Grundsätze spiegeln sich in unserer neuen Konzernstruktur wider: In Deutschland und unseren übrigen kontinentaleuropäischen Märkten haben wir das Vertriebs- und Netzgeschäft für Strom, Gas und Wasser in regionalen Multi-Utility-Unternehmen zusammengefasst. Wo sich bisher zwei oder mehr unserer Gesellschaften um denselben Kunden gekümmert haben, gilt nun das Prinzip „Ein Kunde – ein Ansprechpartner“. Dabei profitieren wir von Erfahrungen von RWE-Regionalversorgern, z.B. der saarländischen VSE. Hier wird nicht nur im Vertrieb, sondern auch bei der Wartung Gesamtverantwortung praktiziert: Die VSE-Kombimonteure sind beim Kunden für alle Leitungssysteme zuständig. Dass in der spartenübergreifenden Organisation ein wertvoller Hebel für Kosteneinsparungen und organisches Wachstum liegt, zeigt ein Blick auf die Kundenzahlen: 20 % unserer 13 Millionen deutschen Stromkunden beziehen auch ihr Gas von RWE, 25 % auch Wasser.
In der Stromerzeugung schaffen wir Synergien durch die Zusammenführung unserer kontinentaleuropäischen Kraftwerke. Diese haben wir mit den Gas- und Ölförderaktivitäten gebündelt. Damit verfügen wir über eine integrierte Upstream-Plattform. Angesichts der anstehenden Veränderungen im deutschen Kraftwerkssektor ist dies wichtig.
Mit sieben statt vorher 13 Führungsgesellschaften haben wir die Konzernstruktur wesentlich verschlankt. Das reduziert den Führungs- und Koordinationsaufwand und stärkt die operativ tätigen Einheiten vor Ort. Alle sieben Führungsgesellschaften firmieren erstmals geschlossen unter der Dachmarke RWE und treten damit international einheitlich auf.
Mit rechtlich eigenständigen regionalen Gesellschaften für Netzbetrieb und Services entsprechen wir schon heute der ab 2007 geltenden EU-Vorgabe, die Transport- und Verteilnetze vom restlichen Energiegeschäft zu trennen („Unbundling“). Außerdem befinden sich unsere Regionalgesellschaften „auf Augenhöhe“ mit Stadtwerken. Diese werden sich in den nächsten Jahren zunehmend nach Partnern umschauen, um die operative Effizienz zu verbessern. Wir haben schon jetzt die Strukturen dafür. Wie bei unserer ostdeutschen Tochter enviaM: Sie hat die Call- und Billing-Aktivitäten für alle Produkte in eine eigenständige Gesellschaft überführt. Diese ist gleichzeitig auch für Dritte tätig. Außerdem sind Stadtwerke direkt an ihr beteiligt. Das schafft mehr Kostentransparenz, ermöglicht den direkten Marktvergleich und stärkt die Kundenbindung.
Unsere britischen Energie- und Wasserversorger fassen Verwaltungs- und Service-Funktionen zusammen und sind mittlerweile enger verzahnt mit unseren deutschen Aktivitäten. Die britischen und amerikanischen Wasseraktivitäten führen überlappende Bereiche wie Verwaltung und Engineering zusammen.
Im Rahmen der Reorganisation erschließen wir uns ein zusätzliches Kosten-senkungspotenzial von 500 Mio. € p.a., das bis 2006 in voller Höhe realisiert wird. |
Kontinentaleuropäische Kraftwerke und Upstream-Aktivitäten sind unter einem Dach gebündelt.
Konzernstruktur verschlankt: sieben statt 13 Führungsgesellschaften. |


Der RWE Konzern
Wesentliche Beteiligungen