Kennzahlenvergleich
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Glossar

Barrel (bbl)

Ist die weltweite Handelseinheit für Erdöl. Ein Barrel entspricht 158,987 Liter. Der Preis von einem Barrel Brent, ein in Rotterdam notiertes Erdöldestillat, ist die Richtschnur für Erdölpro-dukte. Der Kurs dieses Gutes wird täglich neu bestimmt und notiert in der Währungseinheit US-Dollar. Die Abkürzung bbl steht für „blue barrel“, ein blau gekennzeichnetes Fass mit genormtem Inhalt.

BAFA-Preise
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ermittelt auf der Grundlage von Meldungen der Steinkohlebezieher (Kraftwerksbetreiber und Stahlerzeuger) die Drittlandskohlepreise frei deutsche Grenze für Steinkohle. Der Preis für Kraftwerkssteinkohle wird als Quartals- sowie als Jahrespreis mit Mengen in Gewichtstonnen und Tonnen Steinkohleeinheiten vom BAFA veröffentlicht.

Billing
Alle klassischen Aufgaben der Abrechnung, angefangen von der Erfassung des Zählerstandes, über die Rechnungslegung, das Forderungsmanagement, den Zahlungseingang bis hin zum Mahn- und Klagewesen.

Cash Flow
In der Bilanz-, Unternehmungs- und Aktienanalyse verwendete Kennzahl zur Beurteilung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens.

Commercial Paper
Handelbare, unbesicherte Inhaberschuldverschreibung, die zur kurzfristigen Fremdmittelaufnahme emittiert wird. Commercial Paper werden als Daueremission revolvierend mit einer typischen Laufzeit von einem Tag bis zu zwölf Monaten ausgegeben.

Commodity
Bezeichnung für eine standardisierte, handelbare Ware.

Downstream
Der Begriff „Downstream“ bezeichnet im Mineralölgeschäft die Kette von der Versorgung der Raffinerien mit Rohöl, über die Verarbeitung des Öls zu Mineralöl- und Petrochemieprodukten bis zu deren Verkauf.

EBITDA
Abkürzung für „Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization“ (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Das EBITDA dient als Indikator dafür, welcher Zahlungsmittelzufluss durch das operative Geschäft eines Unternehmens generiert wird.

EEX-Terminbörse
An der European Energy Exchange, der deutschen Energiebörse mit Sitz in Leipzig, ist seit Sommer 2000 der Spotmarkt mit physischer Erfüllung am Folgetag etabliert. Darüber hinaus werden standardisierte Stromterminmarkt-Produkte wie Futures gehandelt.

Forward
Vertrag zwischen zwei Parteien über den Kauf/ Verkauf eines Gutes in der Zukunft zu einem bereits heute vereinbarten Preis. Forward-Verträge werden individuell zwischen den Vertragsparteien verhandelt und werden nicht öffentlich an Börsen notiert.

Grundlast
Den Grundbedarf an Strom nennt man Grundlast. Er besteht unabhängig von allen Lastschwankungen. Die Grundlast wird vor allem durch Kernkraftwerke, Braunkohlekraftwerke und in geringerem Maße durch Laufwasserkraftwerke gewährleistet.

Joint Venture
Meistens zeitlich und sachlich begrenzte wirtschaftliche Zusammenarbeit von Unternehmen. Das Joint Venture wird durch diese Partnerunternehmen gemeinsam geführt.

Kyoto-Protokoll
Völkerrechtliches Abkommen aus dem Jahre 1997, in dem wichtige Prinzipien des inter­nationalen Klima-Regimes festgelegt werden. Die das Protokoll unterzeichnenden Industrie­länder verpflichten sich zur Reduzierung ihrer Treibhausgas-Emissionen. So genannte Kyoto-Mechanismen räumen dabei eine größere Flexibilität ein. Die Kyoto-Mechanismen sehen vor, dass Staaten und je nach nationalen Vereinbarungen auch Unternehmen aus eigenem Antrieb Projekte in anderen Ländern durchführen können, wenn die Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen auf diesem Wege ­kostengünstiger ist als Maßnahmen im eigenen Land.

Megawatt
Maßeinheit der elektrischen Leistung. Umrechnung der Leistungseinheiten:
1 Megawatt = 103 Kilowatt,
1 Gigawatt = 106 Kilowatt,
1 Terawatt = 109 Kilowatt.

Metrische Tonne (mt) Entspricht 1.000 Kilogramm.

Offshore-...
Vor der Fest­landsküste und in größeren Binnen­gewässern liegend.

OTC-Clearing-Produkte
Over-the-counter-Produkte sind Finanzinstru-mente, die nicht an einer Börse, sondern direkt zwischen den Marktteilnehmern gehandelt werden. Unter dem OTC Clearing wird allgemein die finanzielle und dingliche Abwicklung von OTC Termin­geschäften sowie deren Besicherung verstanden. Zentrale Aufgabe des OTC Clearings ist die Berechnung von Ausgleichszahlungen sowie die Übernahme des Kontrahentenrisikos.

Other Comprehensive Income
Im Other Comprehensive Income werden die Eigenkapitalveränderungen erfasst, die sich zum einen durch die Marktbewertung der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente und durch die Marktbewertung der Derivate in den Cash-Flow-Hedges ergeben. Zum anderen werden im Other Comprehensive Income die erfolgsneutralen Unterschiede aus der Währungsumrechnung erfasst.

Projected-Unit-Credit-Methode

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet (IAS 19). Bei diesem Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Ge­hältern und Renten berücksichtigt.

Public Private Partnership Gemischtwirtschaftliche Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Wirtschafts­be­trie­ben und privaten Unter­nehmen.

Rating
Standardisierte Risiko- und Bonitätsbeurteilung von Emittenten und der von ihnen begebenen Wertpapiere. Das Rating wird von spezialisierten, allgemein anerkannten Agenturen vorgenommen.

Regelenergie

Strommenge, die erforderlich ist, um jederzeit ein Gleichgewicht zwischen erzeugter und verbrauchter elektrischer Energie in einem Stromnetz herzustellen.

Rohmarge
Verkaufspreis abzüglich Einkaufspreis.

RWE Venture Capital Fund
Mit dem RWE Venture Capital Fund wird in wachstumsstarke Hightech-Unternehmen investiert, die einen Bezug zum Kerngeschäft der RWE haben: Strom, Gas, Wasser und Umweltdienstleistungen. Beteiligungen in diesen Bereichen werden schwerpunktmäßig in Deutschland und Europa getätigt.

SKE
Abkürzung für Steinkohleeinheit. Bezugsgröße für die energetische Bewertung verschiedener Energieträger. 1 Kilogramm SKE entspricht 29.308 Kilojoule. 1 Kilogramm Rohbraunkohle aus dem Revier Rheinland entsprach im Jahr 2002 durchschnittlich 0,34 Kilogramm SKE.

Spitzenlast
Treten Belastungsspitzen in den Stromnetzen auf, werden Speicherkraftwerke, Pumpspeicherkraftwerke und Gasturbinenkraftwerke zum Ausgleich eingesetzt.

Spotmarkt
Der Markt auf dem kurzfristige Ungleichge-wichte bei der Strombeschaffung bzw. Strom-vermarktung über materielle Verträge ausgeglichen oder auf dem Positionen aus Termin-geschäften glattgestellt werden.

Standing Interpretations Committee (SIC)
Durch die Interpretationen des SIC werden strittige Bilanzierungsfragen geklärt. Die Interpretationen werden vom Board des International Accounting Standards Committee (IASC) genehmigt und sind – ab ihrem In-Kraft-Treten für alle IAS-Anwender verbindlich.

Stirlingmotor
Nach Robert Stirling benannter Heißgasmotor mit äußerer Verbrennung. Die Vorteile des Stirlingmotors liegen vor allem im hohen Wirkungsgrad, in der schadstoffarmen Verbrennung und der Möglichkeit, unterschiedliche Kraftstoffe bis hin zur Solarenergie einzusetzen. Dies könnte zukünftig Stirlingmotoren bei Hybridantrieben in Kraftfahrzeugen und zur Erzeugung elektrischer Energie interessant machen.

Technische Anleitung Siedlungsabfall (TASi)
Rechtsverordnung, die technische Standards für die Deponierung von Siedlungsabfällen definiert. Nach Ablauf von Übergangsfristen ab 2005 dürfen nur noch thermisch oder mechanisch-biologisch vorbehandelte Abfälle deponiert werden.

Upstream
Bezeichnet in der Mineralölindustrie die Suche nach Erdöl und Erdgas sowie deren Förderung.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
Die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsrückstellungen beruht wesentlich auf zu prognostizierenden Parametern (z.B. den Lohn- und Rentenentwicklungen). Wenn diese Annahmen – basierend auf tatsächlichen Entwicklungen – geändert werden, resultieren daraus versicherungsmathematische Gewinne und Verluste.