Auch 2003 konnten wir den Wert des Unternehmens steigern. Wir messen dies an der Rendite auf das eingesetzte Kapital, dem Return on Capital Employed (ROCE). Der lag im Berichtsjahr bei 10,4 % und damit deutlich über den von 9,0 % vor Steuern. Die Differenz beider Werte, multipliziert mit dem jahresdurchschnittlichen betrieblichen Vermögen, ergibt den absoluten Wertbeitrag. Dies ist die zentrale Größe zur Erfolgsmessung unserer Aktivitäten. Bei einem betrieblichen Konzernvermögen von rund 54 Mrd. € errechnet sich ein Wertbeitrag von 781 Mio. €. Das ist fast doppelt so viel wie im Vorjahr (395 Mio. €). Hauptgrund sind stark verbesserte Wertbeiträge im Strom- und Gasgeschäft. Hinzu kommt, dass wir 2002 noch einen Kapitalkostensatz von 9,5 % zugrunde gelegt haben. Die Absenkung auf 9,0 % berücksichtigt unseren gestiegenen Fremdkapitalanteil und das höhere Gewicht der risikoärmeren Wasseraktivitäten. Wir haben diese Anpassung aber nur auf Konzernebene vorgenommen. Die Kapitalkosten in den einzelnen Unternehmensbereichen – und damit die „Hürden“ für Investitionen – wurden nicht verändert.
Im Kerngeschäft haben wir einen Wertbeitrag von 1.053 Mio. € erwirtschaftet. Damit lagen wir – entgegen unserer unterjährigen Erwartung – deutlich über der Zielmarke für 2003: Wir hatten uns vorgenommen, im Kerngeschäft – ohne Innogy – einen Wertbeitrag von mindestens 1 Mrd. € zu erreichen. Diese Vorgabe haben wir um rund 100 Mio. € übertroffen. Gegenüber Vorjahr hat sich der Wertbeitrag des Kerngeschäfts um 358 Mio. € bzw. 52 % erhöht. RWE Power konnte um 36 % auf 614 Mio. € zulegen, RWE Energy um 75 % auf 805 Mio. €. Dagegen schlug die Erstkonsolidierung von American Water negativ zu Buche. Vor allem wegen der planmäßigen Berücksichtigung des Firmenwerts aus dieser Akquisition im betrieblichen Vermögen ist der Wertbeitrag des mit - 312 Mio. € deutlich negativ. Bei American Water (-199 Mio. €) wollen wir mit dem Geschäftsjahr 2006 mindestens die Kapitalkosten erreichen. Für den gesamten Wasserbereich soll das schon 2005 der Fall sein. Auch der Wertbeitrag von RWE Innogy fällt mit - 42 Mio. € noch leicht negativ aus. Er hat sich aber bereits deutlich verbessert. Für den britischen Energieversorger gilt das Ziel, ab 2005 mindestens die Kapitalkosten zu erwirtschaften. Unsere tschechischen Gasaktivitäten, die in der neuen Konzernstruktur Teil der RWE Energy sind, haben dieses Ziel bereits 2003 erreicht – drei Jahre früher als geplant. Sie erzielten einen ROCE von 11,1 % und einen Wertbeitrag von 38 Mio. €. RWE Umwelt lag wegen der schwierigen Marktlage im deutschen Entsorgungsgeschäft weiterhin deutlich unter Kapitalkosten (-71 Mio. €). Der Wertbeitrag von Heidelberger Druckmaschinen hat sich nochmals stark verschlechtert: Er betrug - 486 Mio. € gegenüber - 225 Mio. € im Vorjahr.