Nettoergebnis trotz erheblicher Belastungen besser als erwartet
|
In der Überleitung vom betrieblichen Ergebnis zum Nettoergebnis kommen die planmäßigen Aufwendungen für das starke externe Wachstum in voller Höhe zum Tragen. Mit Innogy, den tschechischen Gasgesellschaften und American Water sind nunmehr alle Großakquisitionen ganzjährig mit Zinsen und Firmenwert-Abschreibungen im Konzernabschluss enthalten. Außerdem hinterließen die konjunkturbedingte Ertragsschwäche bei Heidelberg und der dadurch ausgelöste Restrukturierungsaufwand deutliche Spuren. Vor allem mit hohen Buchgewinnen konnten wir jedoch einen beträchtlichen Teil dieser Effekte kompensieren.

Das neutrale Ergebnis verringerte sich deutlich von 850 Mio. € auf - 550 Mio. €. Im Einzelnen ergaben sich folgende Änderungen:
- Die Veräußerungsgewinne sind zwar um 240 Mio. € bzw. 19 % auf 1.024 Mio. € zurückgegangen, lagen aber über unseren Erwartungen. Der Vorjahreswert war wegen des Verkaufs unserer Beteiligungen am Joint Venture
Shell & DEA Oil und an der STEAG besonders hoch ausgefallen. Dem stand im Berichtszeitraum u.a. die Veräußerung der ersten beiden
CONSOL-Tranchen und unserer 40 %-Beteiligung an den Stadtwerken Leipzig gegenüber.
- Firmenwert-Abschreibungen stiegen planmäßig um 205 Mio. € bzw. 26 % und minderten das Ergebnis um 985 Mio. €.
- In der Position „Sonstiges“ haben sich die Aufwendungen für Restrukturierungen deutlich erhöht. Dazu haben Vorsorgen für Einmalaufwand aus der Konzern-Reorganisation (-250 Mio. €) und aus effizienzsteigernden Maßnahmen bei RWE Thames Water und RWE Innogy beigetragen. Außerdem sind hier umfangreiche Rückstellungen für Restrukturierungen bei RWE Umwelt und Heidelberger Druckmaschinen enthalten. Positiv schlägt zu Buche, dass aus der Änderung der Kernenergie-Rückstellungen Erträge in Höhe von 1.200 Mio. € (Vorjahr: 987 Mio. €) verzeichnet wurden. Dies beruht im Wesentlichen darauf, dass die Kostensteigerungsraten zur Ermittlung zukünftiger Entsorgungsausgaben wegen der tatsächlichen Preisentwicklung nochmals nach unten anzupassen waren.

Der RWE Konzern