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Konjunkturelle Entwicklung in den RWE-Schlüsselmärkten: Erholung gewinnt langsam an Dynamik

Während in Deutschland die Konjunktur nur langsam in Fahrt kam, zählte Großbritannien zu den wachstumsstärksten Regionen in der EU

Nach einer noch schwachen ersten Jahreshälfte hat die Weltkonjunktur Mitte 2003 Fuß gefasst. Hierzu trug auch die rasche Beendigung des Irak-Krieges bei. Investoren und Konsumenten haben seither wieder mehr Vertrauen in die politische und wirtschaftliche Stabilität. Darüber hinaus haben extrem niedrige Zinsen und die konjunkturelle Belebung in den USA weltweit positive Nachfrageimpulse ausgelöst. Inzwischen befinden sich die meisten Euro-Länder wieder auf Expansionskurs. Allerdings hemmt der Höhenflug des Euro ihre Ausfuhren.

In Deutschland, dem größten RWE-Markt, hat sich die Wirtschaft im Herbst nach dreijähriger Stagnation etwas belebt. Sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor nahm die Wertschöpfung wieder zu. Wegen der schlechten ersten drei Quartale lag das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) aber insgesamt leicht unter dem Niveau von 2002. Dagegen hat Großbritannien, der zweitgrößte RWE-Markt, die Schwäche der Weltkonjunktur dank einer robusten Binnennachfrage gut überstanden. Mit einer Zunahme des BIP um 2,1 % zählte das Land zu den wachstumsstärksten Regionen in der EU.

Auch die EU-Beitrittsländer Zentralosteuropas konnten ihre Produktion weiter ausdehnen. Bei steigenden Reallöhnen war vor allem der private Konsum Motor für stabiles Wachstum. Produktivitätssteigerungen führten zu erhöhten Ausfuhren vor allem des verarbeitenden Gewerbes. Besonders dynamisch entwickelte sich die Wirtschaft in Polen. Dagegen hat sich das Wachstum in Ungarn nach einer Phase der Hochkonjunktur verlangsamt.

Unter den großen Industrienationen konnten die USA am stärksten wachsen. Eine expansive Fiskalpolitik, niedrige Zinsen und gestiegene Unternehmensgewinne haben in der zweiten Jahreshälfte zu einem deutlichen Anstieg von Konsum und Investitionen geführt. Außerdem begünstigte der schwache Dollar-Kurs die Ausfuhren. Trotz der schwächeren ersten beiden Quartale hat sich das BIP in den USA 2003 real um 3,1 % erhöht.