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Beschaffungsmanagement weiter optimiert

2003 konnten wir in der Stromerzeugung von günstigen Kohlepreisen profitieren, inzwischen liegen die Preise wieder wesentlich höher

Mit konzernübergreifendem Beschaffungsmanagement erschließen wir kontinuierlich Kostensenkungspotenziale. Die neue Organisationsstruktur erleichtert e s wesentlich, Einkaufsmengen zu bündeln. Wir können damit Volumenvorteile besser nutzen. Mit Ausnahme der Rohstoffbeschaffung werden unsere Einkaufsprozesse von RWE Systems im Rahmen eines international ausgerichteten Lieferantenmanagements koordiniert.

Das Beschaffungsvolumen der vor allem in der Verstromung eingesetzten Steinkohle ist von 22 Mio. Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) im Vorjahr auf rund 25 Mio. Tonnen gestiegen. Darin eingeschlossen ist die Kohlebeschaffung für Kraftwerke, die sich nicht im RWE-Eigentum befinden, über deren Einsatz wir aber aufgrund langfristiger Verträge frei verfügen können. Bei RWE Power erhöhte sich der Verbrauch von Steinkohle um 2 Mio. Tonnen auf 18 Mio. Tonnen SKE. Gründe dafür waren der außerplanmäßige Stillstand des Kraftwerksblocks Biblis A und die gegenüber Vorjahr günstigeren Steinkohlepreise des ersten Halbjahres 2003. Zudem haben wir verstärkt Fremdstrom aus Steinkohleverstromung bezogen. Bei RWE Innogy lag der Steinkohleverbrauch konsolidierungsbedingt mit 7 Mio. Tonnen SKE um 1 Mio. Tonnen über Vorjahr.

Im zweiten Halbjahr 2003 stieg der Preis für Importkohle deutlich an. Dies ist vor allem auf die extrem hohe Nachfrage Chinas und gleichzeitig limitierte Seefrachtkapazitäten zurückzuführen. Gegen Ende des Jahres 2003 lag der Spotmarktpreis für Steinkohle bei 60 € pro Tonne SKE. In US-Dollar fiel die Teuerung noch stärker aus. Die für unsere langfristigen Strombezugsverträge aus deutscher Steinkohle maßgeblichen BAFA-Preise – festgelegt durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – folgten diesem Preisschub. Die Preise lagen zu Beginn des Jahres 2003 noch bei rund 38 € pro Tonne SKE und damit rund 24 % unter dem Vorjahreswert. Bis zum vierten Quartal 2003 stiegen die BAFA-Notierungen um rund 20 % auf geschätzte 46 € an.

Im Geschäftsjahr 2003 konnten wir unseren Erdgaseinkauf weiter optimieren. Das Beschaffungsvolumen lag bei 420 Mrd. kWh, eine Steigerung von 2 % gegenüber Vorjahr. Erstmals haben wir uns zu über 50 % direkt bei Produzenten eingedeckt. Erdgas ist auf der Beschaffungsseite mittlerweile einer der bedeutendsten Primärenergieträger im RWE-Konzern. Die Preise entwickelten sich hier insgesamt stabil.

Der konzernweite Fremdstrombezug (ohne Handel) betrug 82,5 Mrd. kWh. Auf RWE Innogy entfallen davon 19,0 Mrd. kWh.