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Operative Disziplin im Fokus 2004

Operative Performance hat für RWE 2004 oberste Priorität

2004 steht die weitere Steigerung der Ertragskraft bei RWE im Vordergrund. Die erheblich vergrößerte internationale Basis sowie die neue Konzernorganisation verlangen Ausdauer und Konsequenz bei der Festigung unserer Strukturen und Prozesse. Erhöhter Wettbewerbsdruck erfordert operative Disziplin mit weiteren Fortschritten in Kunden- und Kostenorientierung. Angesichts anstehender politischer Entscheidungen von großer Tragweite ist flexibles Handeln gefragt. Damit wird 2004 ein wichtiges Jahr für unsere zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Wir setzen die folgenden Schwerpunkte:

  • Organisches Ergebniswachstum
    Ertragssteigerung in bestehenden Aktivitäten steht bei der Marktbearbeitung im Mittelpunkt. Wir wollen beim betrieblichen Ergebnis in den nächsten Jahren durchschnittlich um mindestens 5 % organisch wachsen. Ausgehend von dem besonders hohen Niveau 2003 rechnen wir für dieses Jahr mit einer leichten Ertragssteigerung. Erhöhte Strompreise, laufende Preisverhandlungen im Wassergeschäft und unser fortgesetztes Kostensenkungsprogramm schlagen hier positiv zu Buche. Dem stehen allerdings Risiken aus erhöhten Steinkohlepreisen gegenüber. Akquisitionen größeren Umfangs sind nicht geplant. Damit schließen wir nicht aus, dass wir mit kleineren Käufen bestehende Wettbewerbspositionen abrunden.

  • Umsetzung der neuen Konzernstruktur
    Die Weichen für unsere neue Organisation haben wir im letzten Jahr gestellt, der Personaltransfer ist nahezu abgeschlossen. Auch die Gasaktivitäten wurden bereits komplett integriert. Die detaillierte Implementierung der neuen Struktur wird bis Jahresende dauern. Effektivere Vertriebskanäle, schnellere Umsetzungsprozesse und die Erreichung unserer Kostenziele sind die Prioritäten dabei.

 

  • Integration
    Die Einbindung der in den letzten Jahren erworbenen Unternehmen läuft planmäßig weiter. Mit dem Geschäftsjahr 2006 wollen wir bei allen diesen Aktivitäten positive Wertbeiträge erzielen. Nach vorzeitiger Zielerreichung bei unseren tschechischen Gasunternehmen konzentrieren wir uns in diesem Jahr auf das Wassergeschäft und die britischen Energieaktivitäten.

  • Kostensenkung
    Das 2000 gestartete Kostensenkungsprogramm mit einem Volumen von rund 2,6 Mrd. € werden wir bis Jahresende abarbeiten. Parallel setzen wir das Effizienzsteigerungs-programm aus der Reorganisation um, das ursprünglich Einsparungen von 300 Mio. € p.a. mit voller Wirksamkeit ab 2006 vorsah. Durch zusätzliche Maßnahmen im Energie- und Wassergeschäft stocken wir dieses Programm auf insgesamt 500 Mio. € auf.

  • Restrukturierung
    Bei Heidelberger Druckmaschinen und RWE Umwelt steht die Verbesserung der Performance im Mittelpunkt. Die Programme zur Restrukturierung der beiden Unternehmen werden wir weiter vorantreiben.

  • Abbau der Nettoverschuldung
    Das Ziel „Absicherung der finanziellen Stabilität“ haben wir im vergangenen Jahr mit einem umfassenden Schuldenabbau bereits erreicht. Dennoch werden wir die Nettoverschuldung weiter zurückführen. Deshalb setzen wir uns für 2005 eine neue Obergrenze von 17 Mrd. € (bisher: 20 Mrd. €). Die neue Zielsetzung basiert auf Wechselkursen von 1,20 US$/€ und 0,70 £/€. Mit Erlösen aus der möglichen Veräußerung von NichtKerngeschäften werden wir unsere finanzielle Flexibilität für wertsteigernde strategische Maßnahmen erhöhen.

  • Portfolio-Bereinigung
    Die Veräußerung von Heidelberger Druckmaschinen und HOCHTIEF steht weiterhin auf unserer Agenda. Die wieder erheblich gestiegene Börsenbewertung der beiden Unternehmen begünstigt diesen Prozess. Innerhalb des Kerngeschäfts werden wir uns weiterhin von Aktivitäten trennen, die strategisch nicht mehr zu uns passen.
 
 
 
 
 
Beim betrieblichen Ergebnis wollen wir im Jahresdurchschnitt um mindestens 5 % organisch wachsen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wir haben das Effizienzsteigerungs-programm aus der Reorganisation um 200 Mio. € auf 500 Mio. € aufgestockt.