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Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der RWE AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die RWE AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Wesentliche assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Soweit Anteile an Tochterunternehmen, an Gemeinschaftsunternehmen oder an assoziierten Unternehmen aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung sind, werden sie gemäß IAS 39 bilanziert. Tochterunternehmen ohne Geschäftsbetrieb bzw. mit geringem Geschäftsvolumen werden dabei grundsätzlich nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Sie machen insgesamt weniger als 1 % des Konzernumsatzes und -ergebnisses sowie der Konzernverschuldung aus. Tochterunternehmen mit negativem Ergebnis bzw. negativem Eigenkapital werden grundsätzlich vollkonsolidiert.

Tochterunternehmen mit abweichendem Abschluss-Stichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschluss-Stichtag auf.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 und Abs. 3 HGB wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Essen hinterlegt. Unter Beteiligungen sind wesentliche in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen, nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen sowie sonstige Beteiligungen aufgeführt.

Im Berichtsjahr wurden 18 Gesellschaften im Inland und 84 Gesellschaften im Ausland erstmals konsolidiert. 87 Gesellschaften, davon 71 im Ausland, sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden; 42, davon 14 im Ausland, sind verschmolzen worden. 22 assoziierte Unternehmen, davon 11 im Ausland, wurden erstmals at equity bilanziert. 32 im Vorjahr at equity bilanzierte Unternehmen, davon 18 im Ausland, sind veräußert oder verschmolzen worden bzw. werden jetzt vollkonsolidiert. Erst- bzw. Entkonsolidierungen erfolgen grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs bzw. der Anteilsveräußerung.

Folgende wesentliche Anteilserwerbe bzw. Anteilsaufstockungen bei Tochterunternehmen sind zu erwähnen:

American Water Works Company, Inc., USA, Erwerb von 100 % des Wasserversorgers zum 10.1.2003, Anschaffungskosten 4.535 Mio. €. Dabei ist ein Geschäfts- oder Firmenwert von 3.410 Mio. US$ entstanden.

Die folgenden Tabellen zeigen wesentliche Bilanzposten von American Water zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sowie wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2003:

STOEN S.A., Polen, Erstkonsolidierung des Ende 2002 gekauften polnischen Stromversorgers zum 1.1.2003, Anschaffungskosten 379 Mio. €.

Thyssengas GmbH, Duisburg, Anteilsaufstockung um 25,0 %-Punkte auf 100,0 % am Gasunternehmen, Anschaffungskosten 120 Mio. €, Kaufzeitpunkt 16.5.2003.

envia Mitteldeutsche Energie AG, Chemnitz, Anteilsaufstockung um 4,0 %-Punkte auf 64,0 % am Energieversorgungsunternehmen, Anschaffungskosten 85 Mio. €, Kaufzeitpunkt 15.4.2003.

Transgas a.s. Tschechien, Anteilsaufstockung um 3,0 %-Punkte auf 100,0 % am Gasunternehmen, Anschaffungskosten 41 Mio. €, Kaufzeitpunkt 10.7.2003.

Bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen ist folgender Anteilserwerb hervorzuheben:

Východoslovenská energetika a.s. (VSE), Slowakei, Erwerb von 49,0 % des slowakischen Stromversorgers, Anschaffungskosten 131 Mio. €.

Bei den Tochterunternehmen sind folgende Anteilsverkäufe hervorzuheben:

CONSOL Energy Inc., USA, Anteilsreduzierung in mehreren Tranchen von 73,6 % auf 18,5 %. Damit waren die Voraussetzungen für eine Vollkonsolidierung nicht mehr gegeben; die Beteiligung an CONSOL Energy Inc. wird zum 31.12.2003 mit dem Marktwert bilanziert.

Die folgenden Tabellen zeigen wesentliche Bilanzposten von CONSOL Energy zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung sowie wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt am 30.9.2003:

Bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sind folgende Anteilsverkäufe zu erwähnen:

Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig,

Stredoceská energetická a.s., Prag.

Für den Anteilserwerb der erstmals konsolidierten Gesellschaften sind insgesamt 4.918 Mio. € (Vorjahr: 10.119 Mio. €) gezahlt worden. Insgesamt sind aus dem Erwerb bzw. der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften per saldo Vermögenswerte des Anlagevermögens von 3.808 Mio. € (Vorjahr: 4.508 Mio. €), des Umlaufvermögens (einschließlich latenter Steuern) von - 982 Mio. € (Vorjahr: - 1.944 Mio. €), flüssige Mittel in Höhe von - 22 Mio. € (Vorjahr: - 85 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten und Rückstellungen von 2.032 Mio. € (Vorjahr: 2.143 Mio. €) übernommen bzw. abgegeben worden.

Die Summe der Verkaufspreise von veräußerten Tochterunternehmen betrug 698 Mio. € (Vorjahr: 232 Mio. €), die durch flüssige Mittel beglichen wurden.

Aufgabe von Geschäftsaktivitäten
Für das Vorjahr werden in der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung sowie für wesentliche Schlüsselgrößen gesonderte Angaben zum 50 %igen Anteil an dem Joint-Venture-Unternehmen Shell & DEA Oil GmbH als Discontinuing Operations ausgewiesen. Zum 1.7.2002 wurde der 50 %ige Anteil an diesem Unternehmen an den Partner Shell veräußert.

Weitere Informationen zu wesentlichen Anteilserwerben und Anteilsverkäufen enthält der Lagebericht.

Die sich aus der Veränderung des Konsolidierungskreises ergebenden Einflüsse sind – soweit sie von besonderer Bedeutung sind – im Anhang vermerkt.