English Schließen
Online Geschäftsbericht 2002
HomeAuswahlMediencenterBestellserviceZwischenberichteHilfe
InhaltThemenSuche
Verlauf 

Geschäftsfelder und RWE-Wertmanagement

Zielorientierte Steuerung aller Geschäftsfelder
Im Zentrum unserer Strategie steht die Steigerung des Unternehmenswertes. Zusätzlicher Wert wird dann geschaffen, wenn die Rendite auf das eingesetzte Vermögen die Kapitalkosten übersteigt. Wir messen die Rendite als Return on intern linkCapital Employed (ROCE). Der ROCE zeigt die rein operative Rendite eines Unternehmens bzw. Geschäftsfeldes an. Er ergibt sich, wenn man das betriebliche Ergebnis durch das betriebliche Vermögen teilt.


Unsere intern linkKapitalkosten ermitteln wir als gewichteten Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten. Die Eigenkapitalkosten erfassen die über eine risikolose Anlage hinausgehende, unternehmensspezifische Renditeerwartung des Marktes bei einer Investition in die RWE-Aktie. Die Fremdkapitalkosten orientieren sich an den langfristigen Finanzierungskonditionen im RWE-Konzern und berücksichtigen die steuerliche Abzugsfähigkeit von Fremdkapitalzinsen (Tax Shield).


Für das Fremdkapital legen wir im Konzern einen Kostensatz vor Steuern von 6,0% zu Grunde. Beim Eigenkapital nehmen wir den Zinssatz für eine risikolose Anlage in Höhe von 5,5% als Basis und addieren konzern- sowie geschäftsfeldspezifische Risikoaufschläge. Das Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital haben wir nicht anhand von Buchwerten aus der Bilanz abgeleitet, sondern eine Relation von 40/60 unterstellt. Insgesamt kommen wir so für das Jahr 2002 auf Kapitalkosten für den RWE-Konzern von 9,5% vor Steuern. Auf Grund des zuletzt stark gestiegenen Fremdkapitalanteils und des höheren Gewichts der risikoärmeren Wasseraktivitäten in unserem Portfolio werden wir den Kapitalkostensatz 2003 auf 9,0% absenken. Die Kostensätze für die einzelnen Kerngeschäftsfelder (und damit die „Hürden” für Investitionen) werden wir nicht verringern.


Die Differenz von ROCE und Kapitalkostensatz ergibt den relativen Wertbeitrag. Durch Multiplikation mit dem eingesetzten betrieblichen Vermögen erhält man den intern linkabsoluten Wertbeitrag , den wir als zentrale Steuerungsgröße einsetzen. Er ist das entscheidende Kriterium für die Beurteilung von Investitionen. Je höher der Wertbeitrag, desto attraktiver ist die jeweilige Aktivität für unser Portfolio.

Wertbeiträge der Geschäftsfelder
im Geschäftsjahr 2002
Betrieb-
liches
Ergebnis
Betrieb-
liches
Vermögen
ROCE Ka- pital-
 kosten
Rela- tiver
Wert- bei- trag
Abso- luter
Wert- bei- trag
Abso- luter
Wert- bei- trag
2001
  Mio. € Mio. € % % % Mio. € Mio. €
intern linkStrom 2.760 20.5041 13,5 10,0 3,5 710 247
Gas 885 5.9591 14,9 10,7 4,2 249 346
Wasser 963 13.200 7,3 8,0 0,7 93 163
Umweltdienstleistungen 98 1.689 5,8 10,0 - 4,2 - 71 12
Kerngeschäft insgesamt 4.706 41.352 11,4 9,5 1,9 796 442
RWE Dea Downstream - 6 409 - 1,5 13,0 - 14,5 - 59 287
Heidelberger              
Druckmaschinen 257 2 3.449 7,5 14,0 -6,5 -225 16
HOCHTIEF 28 937 3,0 9,03 - 6,0 - 56 - 165
Nicht-Kerngeschäft insgesamt 2792 4.795 5,8 12,9 - 7,1 - 341 138
Sonstige/Holding/Konsolidierung - 382 - 1854 - 60 - 192
RWE-Konzern 4.6032 44.293 10,4 9,5 0,9 395 388
               
1 Das betrieblich gebundene Vermögen von Innogy und unseren tschechischen Gasgesellschaften haben wir zeitanteilig mit 7/12 bzw. 8/12 des Gesamtwertes berücksichtigt.
2 inkl. Zinsen aus Vertriebsfinanzierung bei Heidelberger Druckmaschinen in Höhe von 99 Mio. € (Vorjahr: 67 Mio. €)
3 Wert nach Steuern wegen der At-equity-Konsolidierung von HOCHTIEF